Gekreuzte Pferdeköpfe schmücken Giebel des Gutshofs Wellenbad

Auflösung Fotorätsel

Das Hotel-Restaurant Wellenbad entstand aus einem Fährhaus, als man ab 1849 in Geisecke mit einem Boot über die Ruhr übersetzen konnte. Eine Badeanstalt sorgte für noch mehr Gäste.

Geisecke

, 07.04.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hoch oben am Giebel der Stallungen vom Hotel-Restaurant Gutshof Wellenbad thronen die hölzernen Pferdeköpfe.

Hoch oben am Giebel der Stallungen vom Hotel-Restaurant Gutshof Wellenbad thronen die hölzernen Pferdeköpfe. © Manuela Schwerte

Gekreuzte Pferdeköpfe schmücken überall in Norddeutschland die Giebelwände von Bauernhöfen. Die Schnitzarbeit, die unser Rätselbild zeigte, thront auf den Stallungen des Hotel-Restaurants Gutshof Wellenbad in Geisecke. „Es ist schon der dritte Pferdekopf, der dort hängt“, berichtet Inhaber Lars Weinhold.

Dem Vorgänger hat er quasi ein Gnadenbrot im geschützten Innenhof gegeben. Holz verwittert.

Ursprung war ein Fährhaus mit Getränke-Ausschank

Das Wellenbad hat eine lange Geschichte. Man schrieb den 18. Juli 1849, als die preußischen Behörden einem Diederich Nölle zu Rheinen gestatteten, an dieser Stelle eine Fähre über die Ruhr zu bauen.

Die Bauern aus Geisecke und Rheinen sollten es damit leichter haben, den Fluss zu überqueren. Ihr Fährgeld wurde erlassen, wenn sie einen Schnaps im Fährhaus kippten.

Bis zu 4000 Gäste besuchten die frühere Badeanstalt an der Ruhr

Dasselbe Angebot galt für den Brückenzoll, nachdem 1891 eine Hängebrücke die Fähre abgelöst hatte. Diese wiederum wurde 1929 durch eine Steinbrücke ersetzt.

Und woher stammt der Name Wellenbad? Mit hölzernen Badehäuschen, die er über der Ruhr aufbaute, lockte der pfiffige Fährhaus-Wirt zusätzliche Gäste zu seiner Schenke. In den Häuschen, die über Stege zu erreichen waren, konnten sie sich unbeobachtet ausziehen und ins Wasser eintauchen. An schönen Sommertagen nutzten bis zu 4000 Menschen das Vergnügen.

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