Giftige Pflanzen am Straßenrand

Jakobskreuzkraut

SCHWERTE Nach intensivem Durchlesen des Landwirtschaftlichen Wochenblattes traute Gerhard Musche seinen Augen kaum. "Der ganze Hang in meinem Garten stand voller Jakobskreuzkraut", erkannte er die Warnung des Fachblattes und handelte.

von Von Sophie Bissingen

, 08.07.2009, 20:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Giftige Pflanzen am Straßenrand

Gerhard Musche mit einem Büschel des giftigen Krautes.

Auf die Warnung im Landwirtschafflichen Wochenblatt stieß er per Zufall. "Es wird geschrieben, dass es selbst in kleinen Mengen hochgiftig für Pferde und Rinder ist", erzählt Musche. Und tatsächlich: Auch die Landwirtschaftskammer warnt vor dem hier heimischen Kraut, dass erhebliche Leberschäden bei Nutztieren hervorrufen kann und bei großer Verzehrmenge zum Tod der Tiere führen kann. Weshalb das Kraut sich derzeit so stark verbreitet, kann man nicht genau sagen. "Ich vermute, es liegt daran, dass nicht bestellte Flächen inzwischen später geschnitten werden", so Bernd Schulte vom Landwirtschaftlichen Ortsverband Schwerte. Das Kraut findet sich vermehrt an der B 236 und an der Autobahnabfahrt der A45 von Dortmund kommend. Aber auch in der Nähe des Ergster Friedhofs hat Gerhard Musche das Kraut bereits entdeckt.

Bernd Schulte macht sich keine allzu großen Sorgen, warnt vor Panikmache: "Die Pflanzen sind weiträumig verteilt. Leberschäden kommen nur sehr selten vor", ist seine Erfahrung.

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