Weltkriegs-Granate lag in den Verstrebungen der Ruhrbrücke Villigst

hzB236 gesperrt

Auch 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Schwerte verbergen sich in der Ruhr immer noch Munitionsreste. Eine Granate wurde am Freitag unter der Brücke in Villigst entdeckt.

Villigst

, 01.05.2020, 20:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Explosiver Fund an der Ruhr: Eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Freitagnachmittag unter der Ruhrbrücke in Villigst entdeckt. Ein Spaziergänger hatte die Ordnungsbehörden gegen 17 Uhr über das gefährliche Relikt informiert. Es lag auf dem Schwerter Ufer auf einem Blech der eisernen Verstrebungen, die unter der Brücke montiert sind. Wie die Stab-Handgranate dorthin gekommen ist, ist unklar. Da ihre Hülle noch voller Lehm war, wird vermutet, dass sie irgendjemand am Fluss gefunden und dort abgelegt hat.

Auf dem Winkelblech der eisernen Verstrebungen unter der Villigster Ruhrbrücke lag die Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg.

Auf dem Winkelblech der eisernen Verstrebungen unter der Villigster Ruhrbrücke lag die Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg. © Privat

Die Polizei riegelte umgehend die Durchfahrt der B236 über die Brücke ab, zumal die Granate dort auch ständigen Erschütterungen durch den Verkehr ausgesetzt war. Von Schwerte kommend, wurde in Höhe des Feldwegs zum Hundeverein eine Absperrung errichtet, wo auch für Fahrräder und Fußgänger kein Durchkommen war. Selbst ein großer Sattelzug war dort zum Wenden gezwungen. Wer auf das andere Ruhrufer wollte, musste den Weg über die Brücke am Wellenbad in Geisecke nehmen. Auch Linienbusse waren auf dieser Umleitung zu sehen.

Kaum war der Kampfmittelräumdienst wieder verschwunden, da gingen auch schon wieder Fußgänger auf der Schwerter Seite unter der Ruhrbrücke her, wo die Weltkriegs-Granate gelegen hatte.

Kaum war der Kampfmittelräumdienst wieder verschwunden, da gingen auch schon wieder Fußgänger auf der Schwerter Seite unter der Ruhrbrücke her, wo die Weltkriegs-Granate gelegen hatte. © Reinhard Schmitz

Gleichzeitig alamierte die Polizei den Kampfmittelräumdienst in Arnsberg, dessen Bereitschaftsdienst rasch vor Ort war. Die Experten konnten die etwa 20 bis 25 Zentimeter lange Granate bergen. Gegen 18.30 Uhr war der Einsatz erledigt. Die Straße wurde wieder freigegeben.

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