Seit Juni rollt nun die E-Rikscha des Projekts AltersLosradeln durch Schwerte. Die Senioren sind begeistert. © Klara Loser
Mit Video

„Hier ist das Leben!“ Unterwegs in der E-Rikscha mit Wilhelm Lissner (93) aus Schwerte

Die E-Rikscha bringt Wind in die Haare von Senioren – und sie bringt Wilhelm Lissner stets zum Schwerter Marktplatz. Er war der erste Fahrgast. Und ist begeistert von dem Projekt, wie er im Video erzählt.

Seit Juni rollen nun die E-Rikschas des Projekts „AltersLosradeln“ durch Schwerte. Die Initiatorin des Projekts Simone Rynk zeigt sich zufrieden mit den ersten Ergebnissen.

Die ursprüngliche Idee sei ihr bereits im vergangenen Dezember gekommen. Im Fernsehen habe sie einen Bericht über ein ähnliches Projekt der Initiative „Radeln ohne Alter“ in Bonn gesehen. „Die alte Dame hat so gestrahlt, das hat mich sehr gerührt“, erklärt Rynk.

Gerade in Zeiten von Corona sei dies ein toller Weg, auch älteren Leuten Begegnungen und Mobilität zu ermöglichen – an der frischen Luft und mit Abstand.

Die ersten Mitstreiter fanden sich mit dem Grete-Meißner-Begegnungszentrum recht schnell. Prompt wurde auch ein Spendenkonto bei der Diakonie eingerichtet. Denn es war von Beginn an klar, dass es ein rein ehrenamtliches Projekt sein sollte.

Die größte Schwierigkeit war es, genug Sponsoren für die erste E-Rikscha zu finden. Schließlich fanden sich einige Firmen zusammen und die erste E-Rikscha konnte bestellt werden. Im Juni kam die Rikscha schließlich nach Corona-bedingt verlängerter Wartezeit an. Mittlerweile wurde sogar schon die zweite E-Rikscha bestellt. Diese ist finanziert von den Zahngoldspenden der Schwerter Zahnärzte.

Der 93-jährige Wilhelm Lissner unternimmt gerne Touren entlang der Ruhr und zum Café auf dem Marktplatz.
Der 93-jährige Wilhelm Lissner unternimmt gerne Touren entlang der Ruhr und zum Café auf dem Marktplatz. © Klara Loser © Klara Loser

Aktuell haben sich bereits fünf Piloten und Pilotinnen gefunden, die ehrenamtlich Senioren durch das Stadtgebiet fahren. Das Ziel ist dabei frei wählbar: Ob an der Ruhr entlang durchs Grüne, oder zum Kaffeetrinken in die Stadt. Dabei kann man die Natur sehen, aber auch ins Gespräch kommen.

„Hier ist das Leben!“

Nicht nur die Initiatorin ist von der Entwicklung des Projekts begeistert: Auch die Senioren begrüßten die Idee mit offenen Armen. Wilhelm Lissner war der erste Fahrgast in Simone Rynks Rikscha und freut sich stets auf die Touren entlang der Ruhr und zum Café auf dem Marktplatz. „Hier ist das Leben! Es gibt nichts Besseres, als mit Simone Rikscha zu fahren“, erzählt der 93-Jährige voller Freude.

Aktuell gibt es Kooperationen mit dem Johannes-Mergenthaler-Haus, dem Klara-Röhrscheidt-Haus und der Awo in Holzen.

Privatpersonen können jedoch ebenfalls einen Termin für eine Rikschafahrt ausmachen, und von zuhause abgeholt werden. Ansprechpartner hierfür sind Anne Rademacher am Grete-Meißner-Begegnungszentrum unter der Nummer 02304/939381 oder Simone Rynk unter der Mobilnummer 01575/0638947.

Weitere Ehrenamtliche gesucht

Es werden außerdem weiterhin ehrenamtliche Piloten und Pilotinnen für die Rikschas gesucht, die Häufigkeit der Fahrten ist frei wählbar und sehr flexibel.

Spenden sind natürlich ebenfalls weiterhin willkommen – um beispielsweise Reparaturen an den Rikschas finanzieren zu können.

Die Informationen des Spendenkontos sind wie folgt: Diakonie Schwerte gGmbH, Rikscha Projekt, Sparkasse Schwerte, IBAN: DE31 4415 2490 0000 0184 08.

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