Im Ebberg der seltenen Goldheuschrecke auf der Spur

Exkursion

WESTHOFEN Es ist heiß. Die Sonne brennt erbarmungslos. Füße rascheln durch das Laub. Vorsichtig, leise, bloß keine ruckartigen Bewegungen. Auf Heuschreckenjagd ging es am Sonntagmorgen für Erasmus Tigge und neugierige Hobby-Naturforscher.

von Caroline Höher

, 05.07.2009, 18:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Ebberg der seltenen Goldheuschrecke auf der Spur

Mit dem Kescher gingen Klein und Groß auf Heuschreckenjagd.

Begleitet wird er von Klaus Klinger, Leiter der Biologischen Station im Kreis Unna. Mit vielen Fotos und Bildern aus einem Artenbuch ergänzt er die Ausführungen des jungen Landwirtschaftsökologen.  Nach einigen erklärenden Worten geht es endlich los ins Gestrüpp, bis zu einer großen freien Fläche nahe der Autobahn. „Wenn wir jetzt ganz leise sind, können wir die verschiedenen Gesänge der Heuschrecken hören“, erklärt Tigge und schleicht gebeugt mit einem großen Kescher durchs Gewächs.

Ein leises aber deutliches „tschirrp tschirrp“ ist zu hören. Und zack. Mit gezieltem Schlag ist die Heuschrecke im Netz. Vorsichtig setzt er sie in ein Glas, so dass alle einen Blick erhaschen können. Der gemeine Grashüpfer geht den Hobbyforschern ebenso ins Netz wie der braune Grashüpfer und der Nachtigallengrashüpfer. Dann endlich eine Ebene, wo die Goldheuschrecke gefunden wird, der Star dieser kleinen Exkursion. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass sich diese bedrohte Art in dieser Gegend so stark ausgebreitet hat“, sagt Klinger.

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