Jagd ist nicht mehr elitär

Hans Heinrich Hiddemann wird heute als Vorsitzender der Kreisjägerschaft verabschiedet

21.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Heute Abend wird der langjährige Vorsitzende der Kreisjägerschaft von seinen Kollegen aus dem Amt verabschiedet. Grund genug eine Bilanz zu ziehen. Denn viel hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. «Die Jagd ist heute keine elitäre Angelegenheit mehr», meint Hiddemann. Es gebe längst eine Reihe von Arbeitern in der Jägerschaft. Auf der anderen Seite hätten Jäger aber immer noch mit ihrem schlechten Bild in Teilen der Öffentlichkeit zu kämpfen. «Viele sehen nicht ein, dass sich gerade die Jägerschaft beim Naturschutz engagiert», verweist Hiddemann auf das Deutsche Jagdgesetz, das seiner Ansicht nach eines der schärfsten der Welt ist. Darüber hinaus würden die Bemühungen der Jäger in der Hege auch Früchte tragen. So gebe es Tierarten, die wieder in die heimischen Wälder zurück gekehrt seien, wie der Dachs oder der Feldhase. Das Schwarzwild, also Wildschweine, gebe es sogar schon zu viele, so dass zahlreiche Bauern und Forstwirte schon über Schäden klagen. Wenn heutzutage, heimische Tierarten selten werden, liege es nicht an der Jägerschaft, meint Hiddemann. So gibt es wenige Kaninchen, weil die unter der verbreiteten China Seuche leiden. Doch komplett ist der Abschied von den Ämtern nicht: Als Kreisjagdberater und im Präsidium des Landesjagdverbandes bleibt Hiddemann er aktiv. hm

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