KiJuPa

Junge Union, Jusos und Julis für mehr Mitsprache des Jugendparlaments

Seit einem Jahr gibt es in Schwerte ein Jugendparlament. Die parteilichen Jugendorganisationen sind mit der politischen Teilhabe bisher nicht zufrieden – und haben dafür auch eine Begründung.
Das Kinder- und Jugendparlament gibt es in Schwerte seit einem Jahr. © Stadt Schwerte

Vor einem Jahr wurde in Schwerte das Kinder- und Jugendparlament (KiJUPa) gegründet. Ziel ist es seitdem, Kindern und Jugendlichen ein Mitspracherecht in der kommunalen Politik zu gewähren. Das Parlament wird alle zwei Jahre an allen weiterführenden Schulen in Schwerte gewählt und tagt mindestens zweimal im Jahr. Den Vorsitz im KiJuPa führt Bürgermeister Dimitrios Axourgos.

Bessere Vernetzung zwischen Verwaltung und KiJuPa

Innerhalb der bestehenden jugendpolitischen Organisationen in Schwerte, bestehend aus der Jungen Union (CDU), den Jusos (SPD) und den Julis (FDP), ist man mit der Zusammenarbeit zwischen Stadtrat, Verwaltung und KiJuPa nach einem Jahr nicht zufrieden.

„Es sollte in der Schwerter Politik eine bessere Vernetzung mit dem KiJuPa geben“, so Maximilian Prior von der Jungen Union. „Bisher kommen zwar Vertreter in die Ausschüsse und die Sitzungen des Jugendparlaments, aber ansonsten gibt es keine Verbindungen.“

Die drei parteilichen Jugendorganisationen haben sich aus diesem Grund zusammengetan, um sich für mehr Partizipation von jungen Menschen an der Schwerter Politik einzusetzen. „Wir haben uns erst einmal ungezwungen zusammengesetzt und geschaut, ob es Schnittmengen gibt, da Jugendorganisationen kommunal wenig beachtet werden“, berichtet Prior. „Das Verbesserungspotenzial im Jugendparlament war ein Punkt, bei dem wir uns einig waren.“

Bisher habe das Jugendparlament bis auf einen Beschluss zur Teilnahme am Anne-Frank-Projekt keine wirkliche Wirkung gehabt.

Vorstellung bei nächster Sitzung im März

Die Junge Union hat daraufhin einen Fragenkatalog zusammengestellt und an die Verwaltung gesandt, in dem unter anderem erfragt wurde, ob die Jugendorganisationen sich im KiJuPa vorstellen können. Lange sei von Seiten der Verwaltung keine Antwort gekommen. Schließlich seien die Jugendorganisationen dazu eingeladen worden, als Gäste eine Sitzung des KiJuPa zu verfolgen.

„Zunächst kam uns in der Sitzung komisch vor, dass die Kinder und Jugendlichen keinen Überblick über ihren eigenen Haushalt hatten. Unsere Anfrage, zu der die Verwaltung schriftlich Stellung bezog, wurde dann in einem langen Vortrag noch einmal thematisiert“, berichtet Maximilian Prior. Den Jugendlichen seien einige komplexe Paragraphen vor den Kopf geworfen worden. „Wir hatten den Eindruck, die wichtige Arbeit geht an den Jugendlichen vorbei.“

Nach einer Abstimmung im Stadtrat, bei der es nur eine Gegenstimme gegeben habe, wurde nun beschlossen, dass sich JU, Jusos und Julis bei der nächsten Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments im März zunächst einmal vorstellen dürfen. Damit sei das vorläufige Ziel erreicht. Nun wolle man sich dafür einsetzen, dass die Jugendlichen auch an den Ausschüssen für Bildung und Sport partizipieren dürfen.

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