Coronavirus

Keine Chance für Parksünder – auch nicht in der Pandemie

Eine Frau aus Schwerte besucht ihre Schwester im Seniorenheim, stellt ihr Auto im Parkverbot ab und bekommt ein Knöllchen. Ihr Mann wirft der Stadt fehlendes Fingerspitzengefühl in Corona-Zeiten vor.
Auch in der Pandemie gilt die Straßenverkehrsordnung und auch rund um Seniorenheime.
Auch in der Pandemie gilt die Straßenverkehrsordnung – und auch rund um Seniorenheime. © picture alliance / dpa

Einsamkeit ist eines der großen Probleme während der Pandemie. Deshalb besucht die Ehefrau von Wilfried Lindemann ihre Schwester zweimal in der Woche im Schwerter Friedrich-Krahn-Seniorenzentrum.

Die Parkplätze sind rund um das Seniorenzentrum eher rar. Deshalb stellte Frau Lindemann ihren Wagen am Straßenrand im Parkverbot ab. Als sie nach dem Besuch zurückkam, flatterte ein Knöllchen unter dem Scheibenwischer.

Das ärgert Wilfried Lindemann maßlos: „Kann man nicht ein wenig Toleranz zeigen, ein bisschen Fingerspitzengefühl?“ In der Nähe eines Seniorenheimes könnte man ein Auge zudrücken, wenn jemand offensichtlich einen der Bewohner besucht.

Die Straßenverkehrsordnung gilt

Das sieht die Stadt Schwerte ganz anders. Im Ordnungsamt kann man den Vorwurf von Wilfried Lindemann überhaupt nicht nachvollziehen. „Die Straßenverkehrsordnung gilt“, sagt Stadtsprecher Ingo Rous.

Selbst wenn man dem Wagen von Frau Lindemann hätte ansehen können, dass sie zu diesem Zeitpunkt Besucherin des Seniorenzentrums war, hätten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes nicht anders handeln können.

„Im Sinne des Gleichbehandlungsgrundsatzes kann man nicht einfach ein Auge zudrücken“, sagt Ingo Rous.

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