Keine neuer Coronafall in Schwerte, aber kreisweit drohen neue Maßnahmen

Covid19

In Schwerte hat sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen stabilisiert. In anderen Städten des Kreises sieht es allerdings anders aus. Der Kreis hat bereits neue Schutzmaßnahmen angekündigt.

Schwerte

, 06.10.2020, 20:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei den Test an der Gesamtschule wurde keine Neuinfektion entdeckt.

Bei den Test an der Gesamtschule wurde keine Neuinfektion entdeckt. © Heiko Mühlbauer

31 neue Fälle sind den Gesundheitsbehörden im Kreishaus am Montag gemeldet worden. Fünf Personen mehr als gestern gelten als wieder genesen. Damit steigt die Zahl der aktuell infizierten Personen im Kreis Unna um 26 auf 250. Das meldete der Kreis in seinem Corona-Update.

Nach eigenen Berechnungen steigt damit die Zahl der Neuinfizierten berechnet auf 100.000 Einwohner auf 36,48 Fälle und damit über 35. Diesen Wert hat die Landesregierung festgesetzt, damit würde die sogenannte Corona-Warnampel auf Gelb geschaltet.

Pressekonferenz beim Kreis

In einer Pressekonferenz am Nachmittag erklärte Kreis-Gesundheitsdezernent Uwe Hasche, was auf die Schwerter und die anderen Bewohner des Kreises zukommen könne: Dazu gehört, dass die Schulen bis zu den Herbstferien in der kommenden Woche nur noch Unterricht im Klassenverband machen sollten.

Außerdem wolle man den weiterführenden Schulen anraten, wieder eine Maskenpflicht im Unterricht einzuführen. Außerdem solle es im Amateursport keine Turniere mehr geben.

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Am deutlichsten ist aber eine Maßnahme, die auch die Landesregierung in ihrer neuen Coronaschutzverordnung verankert hat. Private Feiern im öffentlichen Raum oder in gemieteten Sälen dürfen dann nur noch mit 50 statt mit 150 Gästen stattfinden.

Neue Schutzmaßnahmen greifen noch nicht

Dass die neuen Schutzmaßnahmen noch nicht greifen, liegt daran, dass sie von Arnsberg bestätigt werden müssen. Dort hält man sich an die Zahlen, die dem Robert-Koch-Institut gemeldet wurden, und dort geht man immer noch von einem Wert von 25,07 aus. Das liege aber an einem Meldefehler, glaubt der Kreis-Gesundheitsdezernent, der seinen Wert selbst berechnet hat.

Verteilung im Kreis ist ungleich

Maßgeblich für alle Maßnahmen ist übrigens die Zahl der Infizierten im Kreisgebiet. Dort ist aber die Verteilung derzeit sehr ungleich. Während in Kamen, Lünen und Selm relativ viele Neuinfektionen gemeldet wurden, sind die Zahlen in Schwerte, Fröndenberg und Holzwickede in den letzten Tagen wieder eher stabil, nachdem sie zuvor zumindest in Schwerte (aktuell 14 Infizierte) stark angestiegen waren.

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