Der Spielplatz in Schwerte-Ost ist seit 2017 gesperrt. Bis sich nun endlich etwas tut, ist nach Meinung unserer Autorin viel zu viel Zeit vergangen. © Heiko Mühlbauer
Meinung

Kieselrot-Spielplatz: Wieso hat das so verdammt lange gedauert?

Fünf Jahre, um einen mit Kieselrot belasteten Spielplatz zu erneuern – unserer Autorin geht das nicht schnell genug. Sie findet: Der Streit zwischen Land und Stadt geht auf Kosten der Kinder.

Bürokratie macht mich an manchen Tagen fassungslos. Bereits im Jahr 2016 wurde festgestellt, dass der Spielplatz in Schwerte-Ost mit Kieselrot belastet ist – eine gefährliche Substanz, die Dioxine enthält. Gesperrt wurde der Spielplatz im August 2017. Richtig, das ist mittlerweile auch schon fast vier Jahre her.

Macht also fünf Jahre Nichtstun, in denen das Problem bekannt war. Seien wir nicht zu harsch: Fünf Jahre, in denen Stadt und Land gestritten haben. Und zwar darüber, wer für die Entsorgung und Neugestaltung des Spielplatzes verantwortlich ist.

Streitigkeiten auf Kosten der Kinder

So etwas muss doch wirklich nicht sein. Das sind Streitigkeiten, die auf Kosten der Kinder gehen, denen ein wichtiger Raum im Stadtteil genommen wird. Die Summe, um die es geht – eine knappe Million – ist sicher nicht wenig, aber auf Ebene kommunaler Projekte gesehen auch nicht die Welt.

So etwas muss in Zukunft schneller gehen. Entsprechende Fördermittel sollten früher zur Verfügung gestellt und die Kommunen unterstützt werden. Nur so können Altlasten schneller entsorgt werden – ein Gewinn für die Kinder des Stadtteils und für die Natur am Gehrenbach-Stausee.

Über die Autorin
Volontärin
Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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