Löcher gebohrt und Baum vergiftet

Stadt stellt Strafanzeige

SCHWERTE Kopfschüttelnd blickt Gerd Schultheis auf den durchlöcherten Baumstamm der alten Platane auf dem Spielplatz an der Friedrich-Hegel-Straße. "Da hat jemand ganze Arbeit geleistet", kommentiert der Bezirksleiter der Grünflächen den Schaden.

von Von Sophie Bissingen

, 09.07.2009, 16:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Löcher gebohrt und Baum vergiftet

Ralf Urban neben der vergifteten Platane.

Und tatsächlich: Ein beißender Geruch strömt aus den Löchern, die fein säuberlich schräg nach unten in den Stamm des Baumes gebohrt wurden. "So etwas habe ich noch nie erlebt", sagt Schultheis. Der vergiftete Baum wird wohl kaum überleben. Wer als Täter in Frage komme – darüber könne man nur spekulieren. "Oft sind das Menschen, die sich durch die Bäume gestört fühlen, weil sie nunmal Schatten spenden", weiß der Bezirksleiter. Immer wieder rufen verärgerte Anwohner bei ihm an, denen die großen Bäume ein Dorn im Auge sind. Doch niemand habe sich über die große Platane beschwert. "Wenn die Möglichkeit besteht, den Baum zu beschneiden, dann machen wir das auch", sagt Schultheis.

Die Platane wird das nicht mehr retten. "Die ist tot, das sieht man schon am Gras, das unten am Stamm abgestorben ist. Das deutet eindeutig auf Pestizide hin", weiß Urban. Die Stadt hat Strafanzeige gestellt. "Wir werden den Baum fällen und im Herbst zwei neue, großkronige Bäume an der gleichen Stelle pflanzen", kündet Schultheis an. Den Wert des 18 Meter hohen Baumes schätzt er auf circa 10.000 Euro. Sachdienliche Hinweise zu den Tätern nimmt das Beschwerdemanagement der Stadt Schwerte unter Tel. 104-333 entgegen.

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