Marienkrankenhaus Schwerte: Jetzt wird jeder Neue auf Corona getestet

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Wer ins Marienkrankenhaus kommt, wird erst auf Corona getestet. Das gilt nun für alle stationären Aufnahmen, nicht nur für Risikogruppen. Auch zum Thema Besuche gibt es Neuigkeiten.

Schwerte

, 30.09.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Verantwortlichen beim Marienkrankenhaus in Schwerte reagieren darauf, dass „das Infektionsgeschehen anzieht“, wie es am Mittwoch hieß. Deshalb würden Patienten ab sofort vor oder bei der stationären Aufnahme auf den Sars-CoV-2 getestet.

Bei einem Teil der Patienten war das bisher schon so, aber längst nicht bei allen. Bisher wurden nur diejenigen getestet, die zu einer Risikogruppe gehören: Ältere etwa oder Menschen mit Vorerkrankungen oder auch Menschen aus einer bestimmten Berufsgruppe, etwa aus der Pflege oder dem medizinischen Bereich.

Nun aber unterstreicht der Ärztliche Direktor der Klinik, Privatdozent Dr. Thomas W. Spahn: „Die neue Regel betrifft alle geplanten Aufnahmen. Aber auch Patienten, die aufgrund einer akuten Erkrankung in unserer Klinik behandelt werden müssen, werden abgestrichen.“

Diese veränderte Strategie, so Dr. Spahn weiter, erhöhe die Sicherheit für alle im Marienkrankenhaus und minimiere weiter das Risiko, sich in der Klinik zu infizieren.

Privatdozent Dr. Thomas W. Spahn ist Ärztlicher Leiter des Marienkrankenhauses Schwerte.

Privatdozent Dr. Thomas W. Spahn ist Ärztlicher Leiter des Marienkrankenhauses Schwerte. © Detlev Schnitker

Besuchsverbot bis Ende 2020, aber es gibt Ausnahmen

Zudem bleibt die aktuelle Regelung zu Patientenbesuchen weiter bestehen. Bis Ende 2020 gilt nun in den Krankenhäusern des Kreises Unna und in Dortmund ein Besuchsverbot. Wobei das kein absolutes ist. „Wir werden aber Ausnahmen erlauben“, erklärt Dr. Spahn für das Marienkrankenhaus, „nach Rücksprache mit dem Arzt oder einer Pflegekraft.“

Die nächste Maßnahme, um die Gefahr einer Covid-19-Infektion zu minimieren: eine Veränderung bei der Organisation. Ab 1. Oktober nutzen nur Patienten und Begleitpersonen den Eingang an der Ambulanz der Chirurgie.

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Wer als Gast kommt, muss eine Selbstauskunft ausfüllen

Gäste dürfen das Krankenhaus wieder durch den Haupteingang betreten, nachdem eine Selbstauskunft ausgefüllt ist, um Symptome einer möglichen Covid-19-Erkrankung auszuschließen.

„Die Selbstauskunft ist auf der Homepage unter www.marien-kh.de zu laden. Sie wird ebenfalls am Eingang an der mit einer Sicherheitskraft besetzten Registrierungsstelle ausgehändigt“, so Dr. Spahn.

Maskenpflicht gilt weiter – spezielle Zeitfenster für Besuche

Die Hygienebestimmungen gelten natürlich weiterhin und somit auch die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Da sich in den Patientenzimmern immer nur höchstens ein Gast aufhalten soll, sind Zeitfenster festgelegt, in denen die Patienten besucht werden dürfen.

„Die Veränderungen sind notwendig, weil das Wetter schlechter wird und die Halle der Liegendanfahrt für die Rettungsfahrzeuge genutzt werden muss“, erläutert Marienkrankenhaus-Geschäftsführer Jürgen Beyer.

Auch soll durch die Öffnung des Haupteingangs vermieden werden, dass die Besucher außerhalb des Gebäudes anstehen und eventuell bei schlechtem Wetter im Regen stehen.

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