Schwerter Wochenmarkt: Soll der neue Markt ab 1. Juni so aussehen?

hzNeues Konzept

Breite Rettungswege und größere Freisitzflächen der Gastronomiebetriebe am Markt rauben den Ständen Platz. Ab 1. Juni gibt es einen veränderten Stellplan. Das ist nicht die einzige Neuerung.

Schwerte

, 25.05.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das kennt man aus dem Supermarkt. Hin und wieder werden die Artikel in den Regalen umgeräumt. Nach zwei, drei Wochen findet der Stammkunde seine Lieblingsprodukte aber wieder im Schlaf. So ähnlich soll es auch den Besuchern des Wochenmarktes gehen. Ab Samstag, 1. Juni, müssen sie sich auf einen neuen Standplan für die Händler ihres Vertrauens einstellen. An diesem Morgen übernimmt die Deutsche Marktgilde (Eschenburg) als Organisator den Wochenmarkt in Schwerte.

Schwerter Wochenmarkt: Soll der neue Markt ab 1. Juni so aussehen?

Durch neue Vorgaben der Stadt schrumpft die Fläche, die für den Wochenmarkt auf dem Marktplatz zur Verfügung steht. © Grafik Martin Klose

Heiße Tipps, an welchem Platz sie künftig stehen werden, konnten der Käse- und der Gemüsemann genauso wie die übrigen Verkäufer ihren Kunden bislang noch nicht geben. Sie kannten ihn selber noch nicht. Denn der vorläufige Standplan soll ihnen erst eine Woche vor dem großen Bäumchen-wechsel-dich-Spiel vorgelegt werden, wie sie am Mittwoch bei einer Versammlung erfuhren, zu der die Marktgilde in einen Konferenzraum des Technozentrums gebeten hatte.

„Allen Markthändlern, die aktuell auf dem Wochenmarkt in Schwerte stehen, werden wir voraussichtlich wieder einen Standplatz anbieten können“, hieß es in dem Einladungsschreiben aber beruhigend. Der neue Organisator hatte den Marktplatz bei einer Zählung gut gefüllt vorgefunden: 35 Stände scharten sich am Stichtags-Samstag im Schatten der St.-Viktor-Kirche, am Mittwoch waren es immerhin noch 21.

Mehr Rettungswege und Außensitzplätze nehmen Fläche weg

Die Händler auf der verbleibenden Fläche unterzubringen, sieht die Marktgilde als ihre Aufgabe an. Denn der zur Verfügung stehende Platz ist kräftig geschrumpft.

Nicht nur durch breite Rettungswege für die Feuerwehr, die beispielsweise auf dem Kleinen Markt 493 der insgesamt 1145 Quadratmeter einnehmen. Darüber hinaus hat die Stadt die Standfläche für Tische und Stühle vor den Gastronomiebetrieben an der Nordseite des Großen Marktes ausgeweitet. Beides sei als Vorgabe „in Stein gemeißelt“, hieß es vonseiten des neuen Organisators.

Die Feuerwehr braucht - so erläuterte ein Verantwortlicher den Händlern - die breiten Rettungswege, um für alle Häuser rings um den Großen und Kleinen Marktplatz mit der Drehleiter einen zweiten Rettungsweg schaffen zu können, falls ein Brand ausbricht. Man werde aber nicht mit dem Zentimetermaß nachmessen, hieß es. Verwunderung bei Händlern löste indes eine Zeichnung der Stadt aus, weil vor dem City-Centrum der Rettungsweg quer über die Außensitzfläche des Eiscafés führen kann. „Tische und Stühle ruppeln wir weg“, erhielten sie von der Feuerwehr zur Antwort. Die Frage, warum das vor der anderen Gastronomie nicht genauso möglich wäre, blieb unbeantwortet.

Ab Juni auch mittwochs bis 14 Uhr geöffnet

Durch ein geordneteres Aufstellen der Stände will die Marktgilde versuchen, Platz zu schaffen. Priorität hätten „als Herz des Marktes“ die Frischehändler, zu denen auch Blumen zählen. Außerdem natürlich auch die Verkäufer, die regelmäßig kommen und nicht nur „Rosinen picken“ an den besten Terminen.

Angekündigt wurde auch, die Einhaltung der gemeldeten Standgrößen zu überwachen, deren Gebühren sich künftig nicht mehr nach laufenden Metern, sondern nach Quadratmetern berechnen - was gerechter sei.

Marktkunden dürfen sich darauf freuen, dass die Kernöffnungszeit künftig auch mittwochs von 8 bis 14 (statt bisher 13) Uhr gilt. Damit während dieser Zeit keine Autos den Platz befahren, überlegt der neue Organisator, die Poller an den Zufahrten nur von 6 bis 8 Uhr zum Aufbau und von 14 bis 15.30 Uhr zum Abbau zu öffnen.

Eine besondere Aktion wird für Samstag, 8. Juni, geplant. Dann sollen nachhaltige Wochenmarkttaschen an die Kunden verschenkt werden.

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