Methadon nicht verfügbar: Schwerter (37) gerät mit Heroin in Kontrolle

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Ein Schwerter (37) musste sich wegen des Besitzes von 3,8 Gramm Heroin vor dem Amtsgericht Schwerte verantworten. © Grafik Sauerland
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Fatale Alternative: Methadon war für ihn nicht verfügbar, also griff ein Schwerter (37) zu seiner Ursprungsdroge Heroin und geriet damit in eine Polizeikontrolle. Der Besitz brachte ihn jetzt im Amtsgericht auf die Anklagebank.

3,8 Gramm Heroin in der Kleidung

Die Sucht zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben des Mannes aus Schwerte. Nicht anders sieht es mit Straftaten aus. Wobei beides in engem Zusammenhang stand und steht.

Am 25. März trat der 37-Jährige erneut in Erscheinung. Auf der A1 in Schwerte wurde er nachmittags angehalten und die Beamten entdeckten in seiner Kleidung 3,8 Gramm Heroin – die Ration für zwei Tage. Unerlaubter Drogenbesitz wurde ihm nun also zur Last gelegt.

Er gab das Ganze sofort zu: „Das war so.“ Nachdem er das letzte verpflichtende Gespräch mit seinem Arzt versäumt habe und der dann plötzlich im Urlaub gewesen sei, habe er keine Chance gesehen, an Methadon zu gelangen. Deshalb habe er sich Heroin beschafft. Mittlerweile werde er aber wieder substituiert und habe auch keinen Beikonsum mehr.

Der Prozess endete für ihn mit sechs Monaten Haft auf Bewährung und der Auflage, eine stationäre Therapie zu machen. Letzteres soll auch neue Straftaten verhindern. „Keiner hat ein Interesse daran, dass Sie ins Gefängnis kommen“, so die Richterin in der Urteilsbegründung.