Mittendrin im Mühlenstrang

Wasser-Forscher der Lenningskamp-Grundschule bestimmten Tiere

24.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Schwerte «Die Kinder, die richtig Spaß hatten, erkennt man daran, dass sie nachher das Wasser aus ihren Gummistiefeln schütten müssen.» Gemessen an der Frank Weissenberg-Spaß-Skala hatten gestern am Mühlenstrang hinter der Rohrmeisterei besonders viele Kinder richtig Spaß. Der Projektleiter der BUND-Kreisgruppe Unna hatte bei perfektem Expeditionswetter elf Kinder der Lenningskamp-Grundschule zu Gast. Die «Wasser-Gruppe» der Lenningskamp-Projektwoche freute sich über ein besonderes Glück. Erstmals hatten sie als Grundschüler Zugang zum «Lumbricus», dem Umweltbus der Natur- und Umweltschutz Akademie NRW (NUA). Normalerweise ist das «fahrende Klassenlabor» nur ab Sek. II unterwegs. Einen Vormittag lang waren die Kinder mittendrin, im Mühlenstrang: Wasserproben nehmen, Tiere bestimmen und vor allem Video-Aufnahmen machen. Denn das wissenschaftliche Abenteuer wird als Dokumentation am Freitag in der Lenningskamp-Grundschule gezeigt. Aus Sicht der beteiligten Pädagogen war das Projekt ein Ausbruch aus dem theoretischen Lehrbuchwissen hinein in die aktive Beobachtung. «Mit einfachen Mitteln lernen die Kinder die Zusammenhänge der Natur kennen», erklärt Frank Weissenberg. In den Wasserproben aus den schnellen Gewässerabschnitten finden sich andere Lebewesen, als in den langsamen. Bachflohkrebse sowie Köcherfliegen-, Stein- und Eintagsfliegenlarven - die Kinder sahen unter dem Mikroskop, dass in dem sauerstoffreichen Wasser Tiere mit Kiemen leben und in den weniger gesättigten Bereichen Tiere mit Atemschläuchen. In den starken Strömungen fanden die kleinen Forscher stromlinienförmige Lebewesen, die weniger eleganten Tiere leben in den ruhigen Zonen. Nachdem die Kinder die einzelnen Tiere bestimmt hatten, kam die Königsdisziplin: Anhand der entdeckten Tiere, bestimmten die Schüler die Wasserqualität. «Einige Lebewesen können nur in bestimmten Wasserqualitäten leben und sind damit so genannte Indikatoren», erklärt Umweltpädagoge Dietmar Schruck (NUA). Das Ergebnis: Gutes Wasser im Mühlenstrang. hob www.lumbricus.nrw.de

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