Ein Schwerter soll gegen den verfügten Abstand zu seiner Ex-Freundin verstoßen haben. © Reinhard Schmitz
Amtsgericht

Nach Drohung: Schwerter (52) verstößt gegen Abstandsregel – und muss nun ans Tierheim zahlen

Eine Schwerterin erwirkte wegen einer Drohung eine Verfügung auf 20 Meter gegen ihren Ex-Freund (52). Weil er sich nicht daran hielt, darf sich nun immerhin das Tierheim freuen.

Nach der Trennung soll es zwischen einem ehemaligen Paar aus Schwerte unschön zugegangen sein. So soll der 52 Jahre alte Mann seiner Ex- Freundin am 28. März damit gedroht haben, sich eine echte Waffe zu besorgen und sie dann „abzuknallen“.

Verfügung nach Gewaltschutzgesetz

Die Frau erwirkte einige Zeit später nach dem Gewaltschutzgesetz die Verfügung, dass der Mann sich ihr nicht mehr als 20 Meter nähern dürfte. Dagegen soll er sowohl am 17. Mai als auch am 7. Juni verstoßen haben. Beide Male soll er sich zu nah an der Wohnung der Frau aufgehalten haben.

Im Amtsgericht Schwerte stritt der 52-Jährige das ab: „Ich habe so etwas nicht gesagt.“ Er sei am besagten Tag an der Wohnung gewesen, um seine Sachen abzuholen, die seine Ex-Freundin einfach an die Straße gestellt hatte. Bedroht habe er die Frau aber nicht.

Bezüglich des ersten vorgeworfenen Verstoßes gegen das Gewaltschutzgesetz gab der Schwerter vor Gericht an, den Nachmieter seiner ehemaligen Wohnung besucht zu haben. Seine alte sowie die aktuelle Wohnung der Ex befinden sich im selben Gebäudekomplex. Allerdings lägen sie weit auseinander.

Um nachzuweisen, dass er sich an die 20-Meter-Regel gehalten hatte, zeigte er dem Gericht ein Foto vom Wohnhaus. Danach musste die Richterin zugeben, dass in diesem Fall die 20 Meter wohl eingehalten worden waren.

Strafzahlung an das Schwerter Tierheim

Nicht ganz so eindeutig ist die Situation beim zweiten Vorfall. Da war der Angeklagte auf der Straße der Wohnung der Ex-Freundin unterwegs, als sie sich auf dem gegenüberliegenden Bürgersteig befand. „Ich war auf dem Nachhauseweg vom Kiosk. Ich gehe grundsätzlich immer auf der anderen Straßenseite“, erklärte der Schwerter.

Ob es denn nicht möglich wäre, eine andere Straße zu benutzen, hakte die Richterin nach. Er könne auch über den Spielplatz gehen, räumte der Mann ein.

Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft wies den Mann darauf hin, dass er sich an die Abstandsregel halten müsste. Dass er die Straße als Heimweg benutze, in der die Ex-Freundin wohne, empfinde sie als nicht notwendig.

„Also ein bisschen provozierend sehe ich das schon“, machte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft klar. Nach einem kurzen Rechtsgespräch unter Ausschließung der Öffentlichkeit stellte das Gericht das Verfahren gegen den Schwerter vorläufig ein. Als Auflage muss er 400 Euro an das Tierheim in Schwerte zahlen.

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