Schwerter Haushalte müssen 2022 mehr Geld für Nebenkosten ausgeben: Strom und Gas werden besonders teuer. © picture alliance / Jens Wolf/dpa
Gebühren und Energie

Nebenkosten von Müll bis Strom: Was 2022 alles teurer wird in Schwerte

Der durchschnittliche Schwerter Haushalt muss im kommenden Jahr mit über 250 Euro mehr an Heizung und Mietnebenkosten rechnen. Wir haben aufgeschlüsselt, was alles teurer wird in Schwerte.

Traditionell legen Stadtwerke und Stadt zum Jahresende die Gebühren und Preise für das kommende Jahr fest. 2022 wird einiges teurer. Wir haben für Sie die Ratsvorlagen und Preisankündigungen durchgesehen und zusammengefasst. Das kommt auf alle Schwerter im kommenden Jahr zu:

Straßenreinigung

Die Gebühren steigen um rund 15 Prozent. Das bedeutet in der Reinigungsklasse 1, hier kommt der Kehrwagen einmal pro Woche, zahlt man pro laufendem Meter etwa 66 Cent mehr. In der Klasse II, hier sieht man die Kehrmaschine schon zweimal pro Woche, steigen die Gebühren um 1,31 Euro pro laufendem Meter. Die meisten Schwerter wohnen in Straßen der Kategorie III, 14-tägige Reinigung, und müssen 0,33 Cent mehr pro Meter bezahlen. Die Erhöhung liege zum einen an der Steigerung bei den Personalkosten, zum anderen aber auch an neuen Serviceleistungen, wie den Laubkörben im Herbst am Straßenrand.

Winterdienst

Auch hier wird es teurer, allerdings nur um wenige Cent. Da der Winterdienst immer auf Basis des vergangenen Winters kalkuliert wird, floss die kurze aber harte Schneeperiode in diesem Jahr mit ein.

Restmüll

Entwarnung gibt es hingegen für den Restmüll. Alle Tonnen bleiben bei den Gebühren des Vorjahres. Die beiden Standard-Mülltonnen mit 80 oder 120 Litern kosten weiterhin 171 beziehungsweise 241 Euro im Jahr.

Biomüll

Die braune Tonne wird je nach Größe bis zu 9,60 Euro im Jahr teurer. Das gilt allerdings für die große 240 Liter Tonne, bei der kleinen 80er steigt der Preis nur um 3,20 Euro. Insgesamt beträgt die Steigerung der Kosten für die Biomüll-Entsorgung im Schnitt 4,71 Prozent.

Strom

Richtig teuer wird es beim Strom im kommenden Jahr. Die Energiekosten steigen. Und zwar nicht nur der Verbrauchspreis für Strom, sondern auch der Grundpreis, den man unabhängig vom Stromverbrauch zahlen muss. So kostet der normale Zähler künftig 9,84 Euro pro Monat, statt 7,39 Euro bisher. Die Stadtwerke rechnen vor: „Für einen Schwerter Haushalt mit einem Jahresverbrauch an Strom von zum Beispiel 2.200 kWh entstehen hierdurch monatliche Mehrkosten in Höhe von 4,47 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer.“

Gaspreis

Am teuersten wird aber der Gaspreis. Der steigt für den Musterhaushalt (Verbrauch von 14.000 kWh) um 15,37 Euro im Monat. Auch hier steigen sowohl der Gaspreis als auch der Preis für die Grundkosten. Während beim Strom die staatlichen Umlagen gesunken sind und sich die Transportkosten erhöht haben, kommen beim Gas auf die hohen Beschaffungspreise noch die steigende CO2-Steuer hinzu.

Grundsteuer

Die Grundsteuer, die Immobilienbesitzer genau wie die Kosten für Müllabfuhr oder Straßenreinigung an ihre Mieter weiterreichen, soll in diesem Jahr erneut unverändert bleiben. Das sieht zumindest der Haushaltsentwurf vor, der aber noch vom Rat der Stadt verabschiedet werden muss.

Wasser und Abwasser

Der Wasserpreis soll zum Jahresbeginn nicht erhöht werden, bestätigten die Stadtwerke auf Anfrage. In der Nebenkostenabrechnung ist aber meist die Abwassergebühr der maßgebliche Faktor. Die wird aber erst am 6. Dezember verabschiedet. Dann tagt der Verwaltungsrat des Abwasserbetriebes der Stadt.

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