Neue Messstation testet Feinstaub am Bohlgarten

Erhöhte Nickelstaub-Werte

SCHWERTE Wird bei jedem Atemzug eine gefährliche Konzentration von Nickel-Teilchen mit in die Lunge gesogen? Diese Frage soll die mobile Feinstaubmessstation klären, die das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LaNUV) auf dem Hof der Realschule am Bohlgarten aufgestellt hat.

von Von Reinhard Schmitz

, 03.07.2009, 20:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neue Messstation testet Feinstaub am Bohlgarten

Den Nickelgehalt im Feinstaub misst die mobile Station im Himmel vor der Realschule am Bohlgarten.

Das LaNUV hatte die zusätzliche Testreihe bei der Bürgerinformation vor drei Wochen angekündigt. Denn die bislang aufgestellten Messgläser, in denen stark überhöhte Nickelwerte festgestellt wurden, nehmen lediglich grobe Stäube auf. Diese sinken wegen der Größe der Teilchen relativ schnell zu Boden, so dass sie sich nur einige 100 Meter um den Verursacher verteilen. "Dieser Staub ist nicht atembar", hatte LaNUV-Experte Dr. Ludwig Radermacher beruhigt. Er lege sich nur auf Pflanzen oder Böden ab.

Im Gegensatz dazu gelten Nickel-Feinstäube ab einer Konzentration von 100 Mikrogramm pro Quadratmeter und Tag als gesundheitsgefährlich, wie LaNUV-Mitarbeiterin Anja Olschewski den Bürgern erklärte. Wie hoch die mögliche Luftbelastung am Schulzentrum Nordwest ist, wird voraussichtlich erst in etlichen Wochen bekannt gegeben werden. Zunächst möchte das Amt eine aussagekräftige Messreihe der Filter abwarten, die "alle paar Tage" für die Analyse in seinem Essener Labor abgeholt werden. "Wasserstandsmeldungen" zwischendurch möchte Sprecher Eberhard Jacobs nicht abgeben. Auch tägliche Online-Zahlen seien nicht möglich, da die Station – anders als die mobilen Messcontainer an Straßen – keine ständigen Daten per Funk übermitteln kann  

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