Das ist der neue Kreistag im Kreis Unna

hzKommunalwahl 2020

Die Bürger im Kreis Unna haben gewählt – und dabei einen Kreistag aufgestellt, der größer ist als vorgesehen und bunter als zuvor. 68 Mitglieder aus zehn Gruppierungen diskutieren und entscheiden mit.

Kreis Unna

, 14.09.2020, 13:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Groß und bunt – beide Eigenschaften des künftigen Kreistages sind unmittelbare Ergebnisse der Wahl. Zehn Gruppierungen schaffen den Sprung in des Gremium, darunter als Neulinge auch die Familien-Partei und Wir für Unna mit je einem Sitz. Die AfD hingegen ist nicht im Gremium vertreten. Sie hat zwar fünf Prozent der Stimmen geholt, aber kein Direktmandat erzielt und keine gültige Reserveliste vorgelegt.

Viele Direktmandate geholt hat hingegen die SPD, nämlich 23. Allein dadurch wäre sie im Kreistag stärker vertreten gewesen, als es der Stimmanteil im Ganzen zugelassen hätte. Die Folge: Überhangmandate zum Ausgleich der Kräfteverhältnisse. Statt der geplanten 60 Sitze hat der neue Kreistag 68. Hier zeigen wir die Inhaber der Sitze im Überblick.

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Der neue Kreistag

68 Mitglieder von zehn politischen Gruppierungen bilden zusammen den neuen Kreistag für den Kreis Unna. Das hier sind sie...
14.09.2020
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Bettina Schwab-Losbrodt SPD© SPD
Brigitte Cziehso SPD© SPD
Simona Symma SPD© SPD
Jürgen Kerl SPD© SPD
Jens Hebebrand SPD© SPD
Renate Schmeltzer-Urban SPD© SPD
Wilhelm Null SPD© SPD
Angelika Chur SPD© SPD
Jens Schmülling SPD© SPD
Martina Eickhoff SPD© SPD
Uwe Zühlke SPD© SPD
Christine Hupe SPD© SPD
Sabine Lutz-Kunz SPD© SPD
Martin Wiggermann SPD© SPD
Norbert Enters© SPD
Heike Gutzmerow SPD© SPD
Hartmut Ganzke SPD© SPD
Annette Thomae SPD© SPD
Theodor Rieke SPD© SPD
Heike Bartmann-Scherding SPD© SPD
Jens Krammenschneider-Hunscha SPD© SPD
Sascha Kudella SPD© SPD
Sigrid Reihs SPD© SPD
Herbert Krusel CDU© CDU
Annika Brauksiepe CDU© CDU
Wilhelm Jasperneite CDU© CDU
Annette Droege-Middel CDU© CDU
Susanne Melchert CDU© CDU
Olaf Lauschner CDU© CDU
Marco Morten Pufke CDU© CDU
Gerhard Meyer CDU© CDU
Peter Dörner CDU© CDU
Antje Bellaire CDU© CDU
Martin Niessner CDU© CDU
Vera Volkmann CDU© CDU
Wilfried Feldmann CDU© CDU
Michael Zolda CDU© CDU
Claudia Gebhard CDU© CDU
Hubert Hüppe CDU© CDU
Carl Schulz-Gahmen CDU© CDU
Martina Plath CDU© CDU
Jan-Eike Kersting CDU© CDU
Ursula Schmidt CDU© CDU
Sandra Heinrichsen Grüne© Henryk Brock
Anke Schneider Grüne© Henryk Brock
Herbert Goldmann Grüne© Henryk Brock
Klaus-Bernhard Kühnapfel Grüne© Grüne
Stephanie Schmidt Grüne© Grüne
Dr. Gerrit Heil Grüne© Henryk Brock
Marion Küpper Grüne© Henryk Brock
Hans-Ulrich Bangert Grüne© Henryk Brock
Kirsten Reschke Grüne© Stefan Milk
Reinhard Streibel Grüne© Henryk Brock
Patricia Morgenthal Grüne© Grüne
Timon Lütschen Grüne© Grüne
Daniela Heil Grüne© Henryk Brock
Thomas Möller Grüne© Grüne
Udo Gabriel Die Linke© Die Linke
Petra Ondrejka-Weber Die Linke© Die Linke
Michael Klostermann FDP© FDP
Claudia Lange FDP© FDP
Andreas Wette FDP© FDP
Helmut Stalz Freie Wähler Kreis Unna© Dr. Thomas Gremme
Andreas Dahlke GfL© Bernd Hegert
Prof. Dr. Johannes Hofnagel© Bernd Hegert
Dr. Hubert Seier UWG© Klaus Mischke
Ralf Piekenbrock Familie© Privat
Margarethe Strathoff WfU© Marc MW. Wahlhäuser

Der neue Kreistag tritt zur konstituierenden Sitzung am 2. November um 15 Uhr in der Aula des Hellweg-Berufskollegs zusammen. Erfahrungsgemäß geht es zu Beginn um viele Regularien von der Gründung von Fraktionen bis zur Bildung und Besetzung von Ausschüssen.

Die Sitzverteilung erlaubt einen Blick darauf, wie im Kreistag künftig Entscheidungen herbeigeführt werden können. Bei 68 Sitzen bedeutet alles über 34 Stimmen eine sichere Mehrheit. Unterstellt man einmal die absolute Fraktionsdisziplin in allen Abstimmungen könnten zum Beispiel SPD und Grüne (zusammen 37 Stimmen) oder SPD und CDU (zusammen 43) sicher „regieren“. CDU und Grüne kämen auf 34 Stimmen, sie müssten sich also noch eine weitere „organisieren“. Feste Koalitionen, wie sie auf Bundes- und Landesebene möglich und üblich sind, gibt es in der Kommunalen Selbstverwaltung, zu der ja auch der Kreistag gehört, nicht. Seit 2015 hatten allerdings SPD und CDU in einem Bündnis eine Art „GroKo“ auf Kreisebene gebildet.

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