Leerstände in der Schwerter Innenstadt beenden: Das soll der Verfügungsfonds Anmietung. © Maximilian Stascheit
Schwerter City

Neues Fotostudio eröffnet dank Förderung von Stadt und Vermietern

In der Innenstadt gibt es einen Leerstand weniger. Am 1. Juni eröffnen Daniel Großjohann und Jasmin Maruska an der Hüsingstraße 5 in Schwerte ein Fotostudio. Möglich wurde das durch spezielle Förderung.

Die Schwerter Innenstadt wird wieder etwas lebendiger: Am 1. Juni eröffnen Daniel Großjohann und Jasmin Maruska an der Hüsingstraße 5 ein Fotostudio. Möglich wurde das im Zusammenspiel von Vermieterehepaar Christian und Petra Ewald, dem Schwerte Stadtmarketing und der Stadt Schwerte.

Wie die Stadt Schwerte mitteilt, wünschte Bürgermeister Dimitrios Axourgos den neuen Mietern am Donnerstag (29.4.) persönlich alles Gute und bedankte sich beim Vermieterehepaar für das Arrangement. An seiner Seite standen Michael Kersting, Leiter des Stadtmarketings, und Dr. Rainer Sprungmann aus der Abteilung Städtebau und Liegenschaften der Stadt Schwerte.

Möglich durch Fördermittel des Landes NRW

Der sogenannte Verfügungsfonds Anmietung hat das Projekt möglich gemacht. Der Stadt Schwerte stehen Fördermittel des Landes NRW zur Verfügung, die für die Belebung der Schwerter Innenstadt eingesetzt werden können. Dabei geht es unter anderem um einen „Verfügungsfond Anmietung“, der ab sofort für die Neunutzung und Wiederbelebung leerstehender Ladenlokale in der Schwerter Innenstadt genutzt werden kann.

Bürgermeister Dimitrios Axourgos, Michael Kersting (r.) und Dr. Rainer Sprungmann (l.) trafen sich mit Daniel Großjohann und Jasmin Maruska (Fenster links) und dem Vermieterehepaar Christian und Petra Ewald. © Stadt Schwerte/Ingo Rous © Stadt Schwerte/Ingo Rous

„In der City schlägt das Herz unserer Stadt. Die Unterstützung ist sowohl für den Handel als auch für Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer ein echter Lichtblick. Wir hoffen auf weitere Beteiligung am Förderprogramm sowie auf neue erfolgreiche Zusammenkünfte zwischen Eigentümerinnen und Eigentümern und den Mietinteressentinnen und -interessenten“, sagt Dimitrios Axourgos.

Gefördert werden die Anmietung von leerstehenden Ladenlokalen und Räumen in der Innenstadt und deren Weitervermietung zu einer reduzierten Miete für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren. Im Einzelfall können noch belegte Ladenlokale mit gekündigtem Mietvertrag ohne absehbare Nachfolgenutzung einbezogen werden, um drohenden Leerstand zu vermeiden.

Verfügungsfonds Anmietung

So funktioniert die Förderung

  • Erste Mietreduktion durch Eigentümerin oder Eigentümer: Die Basis des Verfügungsfonds Anmietung ist eine erste Mietreduktion durch den/die Eigentümer/Eigentümerin, der/die der Stadt Schwerte einen Mietrabatt in Höhe von 30 Prozent auf den ursprünglichen Mietzins gewährt. Die Stadt Schwerte fungiert damit als Zwischenmieterin und mietet die Immobilie zu einem reduzierten Mietpreis von maximal 70 Prozent der Ursprungsmiete.
  • Zweite Mietreduktion durch Stadt Schwerte: Die Stadt Schwerte gewährt dem/der Mietinteressenten/Mietinteressentin einen weiteren Mietrabatt in Höhe von bis zu 80 Prozent der Altmiete. Dabei übernimmt das Land NRW 90 Prozent des durch die Stadt erlassenen Mietzinses.

Die Grundlage für eine bessere und schnellere Vermietung leerstehender Ladenlokale bildet eine zweistufige Mietreduktion, die durch das Land NRW gefördert wird.

Stadtmarketing vermittelt

Das Schwerte Stadtmarketing übernimmt als Schnittstelle die Vermittlung zwischen der Stadt Schwerte, den Eigentümerinnen und Eigentümern sowie den Mietinteressenteninnen und -interessenten. „Die Innenstädte verändern sich, nicht nur in Schwerte und nicht erst seit Corona. Wenn wir frische, experimentelle Ideen und neue Gründerinnen und Gründer in der Innenstadt haben wollen, ist der Verfügungsfonds Anmietung ein passendes Instrument für den Anschub“, erläutert Michael Kersting.

Jetzt übernehmen Daniel Großjohann und Jasmin Maruska das Ladenlokal, wo lange Jahre das Geschäft „Ma petite passion“ untergebracht war. Der Schwerpunkt des Fotostudios liegt auf die Fotografie von Schwangeren und Neugeborenen. „Unsere Motivation ist es, aus dem Alltag etwas ganz Besonderes zu schaffen“, sagt Daniel Großjohann. „Wir wollen bewusst besondere Momente festhalten.“

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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