Nickelsiedlung bis Legoland

Ortsteil Holzen wuchs in mehreren großen Schüben / Euro-Fertigung ist Geschichte

23.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Jede zweite der 17 Milliarden Münzen kam bei der Einführung der Gemeinschaftswährung 2002 aus den Hallen der damaligen EuroCoin. Doch auf den Glanz als Weltmarktführer folgte der tiefe Fall. Ende April 2005 wurde die traditionsreiche Münzronden-Fertigung am Rosenweg geschlossen, die das Nickelwerk 1876 mit der Fertigung von Fünf- und Zehn-Pfennig-Stücken begonnen hatte. Heute stellen bei der Deutschen Nickel rund 200 Beschäftigte Drähte, Stangen und Halbzeuge aus Nickellegierungen her. Die erfolgreiche Näpfchen-Fertigung zur Munitionsherstellung wurde mit ihren 50 Mitarbeitern im Februar von der Nammo-Gruppe übernommen. Mit dem Nickelwerk entstand eine eigene Siedlung mit Arbeiterhäusern in der Fleitmann- und Richardstraße sowie den Beamtenhäusern am Holzener und Rosenweg. Eine weitere wuchs in den 70-er Jahren auf dem großen Holzener Feld unterhalb des Westhellwegs, im Volksmund liebevoll «Legoland» genannt. Den letzten großen Wachstumsschub erhielt der Ortsteil durch die preisgekrönten Straßenzüge der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft (GWG) Am Zimmermanns Wäldchen. rs

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