Margret Wilkes hinterlässt bei der GWG Schwerte und in der Mariengemeinde eine große Lücke

hzEngagierte Rechtsanwältin

Kurz vor ihrem 64. Geburtstag ist die Rechtsanwältin und Notarin Margret Wilkes gestorben. Sie wurde nicht nur wegen ihres Fachwissens, sondern auch wegen ihrer menschlichen Seite geschätzt.

Schwerte

, 23.03.2020, 19:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Vordergrund zu stehen, war nie ihre Absicht. Ein Bild von Margret Wilkes bleibt trotzdem vielen Schwertern im Kopf. Vielfältig engagierte sie sich für die Katholische Kirchengemeinde St. Marien und die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Schwerte (GWG), wo jetzt eine große Lücke zu füllen ist.

Denn die Rechtsanwältin und Notarin ist nach langer Krankheit in der Nacht zu Montag im Hospiz gestorben. Sie wurde nur 63 Jahre alt.

Einsatz für Sozialarbeit und Kommunionhelfer in St. Marien

„Sie war immer da“, sagt Martin Krehl, Pressesprecher der Mariengemeinde. „Mindestens 30 Jahre“ habe sie den Vorsitz des Sozialdienstes katholischer Frauen innegehabt, über den die Sozialarbeit in der Gemeinde wahrgenommen wird.

Außerdem organisierte sie die Kommunionhelfer, die in den Messen beim Austeilen der Hostien helfen. Zur Aufgabe gehörte dabei nur nicht das Einteilen der Dienstpläne, sondern auch die Vorbereitung von Fortbildungen.

Auch dem Pfarrgemeinderat von St. Marien hat die Verstorbene über viele Jahre angehört. „Immer wieder in leitender Position“, berichtet Pfarrer Peter Iwan. In der laufenden Legislaturperiode habe sie den stellvertretenden Vorsitz geführt: „Für uns war sie als Rechtsanwältin eine wichtige Hilfe bei Rechtsfragen, vor allem im Bereich des Friedhofs.“

Anderthalb Jahrzehnte im Aufsichtsrat der GWG Schwerte

Betroffen reagierte auch Jürgen Tekhaus, Geschäftsführer der GWG, auf die Nachricht: „Das ist für uns ein ganz schwerer Verlust - sowohl fachlich als auch menschlich.“ Insgesamt habe Margret Wilkes rund 15 Jahre im Aufsichtsrat gesessen, den sie seit vielen Jahren als Vorsitzende auch geleitet habe.

In dieser Funktion war sie in die Fußstapfen ihres Vaters, des Metzgermeisters Robert Wilkes, getreten, der fast 40 Jahre lang Mitglied des Aufsichtsrats der größten Schwerter Wohnungsgenossenschaft gewesen war.

Menschliche Art genauso geschätzt wie das Fachwissen

Jürgen Tekhaus selbst war es gewesen, der die Juristin für den GWG-Aufsichtsrat vorgeschlagen hatte, als der ehemalige Stadtdirektor Dr. Dr. Heinz Spellerberg aus Altersgründen ausschied. Man brauchte wieder eine rechtskundige Fachfrau in dem Gremium. „Ihre fachliche Ausbildung war ein großer Gewinn für die GWG“, sagt Jürgen Tekhaus.

Genauso hoch geschätzt habe man aber die menschliche Seite von Margret Wilkes: „Sie war sehr ausgleichend und immer ansprechbar.“

Beerdigung wegen Coronakrise nur in engstem Kreis möglich

Ihre Rechtsanwaltspraxis an der Bahnhofstraße - so weiß Jürgen Tekhaus - hatte Margret Wilkes schon zum Jahresende 2019 aufgegeben.

In Zeiten der Coronakrise wird die Beerdigung nur in engstem Rahmen der Familie stattfinden können. Der Abschied wird still sein - auf die Art, wie sie Margret Wilkes bei ihrem vielfältigen Wirken für die Gemeinschaft stets liebte.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt