Keine Stühle vor den Cafés mehr: Das sagen viele Schwerter dazu

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Seit Donnerstag 12 Uhr ist es Gastronomen verboten, Stühle im Freien aufzustellen. Das hat Bürgermeister Dimtrios Axourgos über Facebook verkündet und sehr viele Reaktionen darauf erhalten.

Schwerte

, 19.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Aufgrund der Rückmeldungen meiner Mitarbeiter des Ordnungsamtes nach den heutigen Kontrollen, sehe ich mich gezwungen, die von mir erlassene Verfügung weiter zu verschärfen.“ So beginnt ein Facebookpost, den Bürgermeister Dimitrios Axourgos am Mittwochabend schrieb.

Damit kündigte er an, dass Gastronomiebetrieben ab sofort keine Außenbestuhlung mehr gestattet ist. „Betriebe, die Außenbestuhlung bereits aufgebaut haben, werden aufgefordert, diese bis zum 19. März um 12 Uhr abzubauen. Alle anderen werden gebeten, erst gar keine Außenbestuhlung anzubieten“, so Axourgos.

„Um jeden Zentimeter Platz wurde gefeilscht“

Der Hintergrund: Um jeden Zentimeter Platz sei gefeilscht worden. Diskussionen grundsätzlicher Art, und vor allem kein Verständnis einiger Bürger für die Abstandsregelungen, hätten zu diesem harten Schnitt geführt.

Hinzu kam wohl, dass nach dem Schließen der Betriebe die Stühle weiter von Menschen einfach privat genutzt wurden. „Dies möchte ich meinen Mitarbeiter*innen nicht täglich zumuten. Dies ist auch kein Verhalten, dass durch die Erlasse der Regierung gewünscht war“, schreibt Axourgos.

Und er warnt davor, dass dieses unvernünftige Verhalten zu einer Ausgangssperre führen kann, die dann die Bewegungsfreiheit aller Schwerter einschränkt.

Große Zustimmung für den Bürgermeister

Über 500 Schwerter drückten per Gefällt-mir-Button ihr Verständnis für die Aktion aus. Und auch in der Kommentarspalte spiegelt sich ausschließlich Zustimmung. „Die einzig richtige Entscheidung aktuell. Danke, dass sie jetzt ein Signal gesetzt haben“, schreibt zum Beispiel Frank Neuenfels. Aber auch Marcus Hüppe von der Vereinswirtschaft der Kleingartenanlage Amsel hat seine Zustimmung unter dem Post veröffentlicht: „Die Entscheidung ist gut“, schreibt er. Und kritisiert das Verhalten mancher Gastronomen.

In anderen Städten sei das noch nicht angekommen

Kritik üben dagegen manche Kommentatoren am Verhalten von Nachbarstädten. In Iserlohn merke man zum Beispiel noch nichts davon, dass die Menschen begriffen hätten.

Aber auch in Schwerte gibt es immer noch Orte, an denen sich Unvernünftige Zeitgenossen treffen. In den Ruhrwiesen sind immer noch größere Gruppen von Jugendlichen anzutreffen. Und vereinzelt sieht man auch ältere Kinder und Jugendliche auf abgesperrten Spielplätzen.

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