Schneider: „Wenn ich mir um ein Krankenhaus keine Sorgen mache, dann das Marien.“

hzMarienkrankenhaus Schwerte

Eine Reform stellt Krankenhäuser in NRW auf dem Prüfstand - auch das Marienkrankenhaus. Die Schwerter FDP-Landtagsabgeordnete und Gesundheitsexpertin Susanne Schneider bezieht Stellung.

Schwerte

, 12.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit 1000 Mitarbeitern an zwei Standpunkten ist das Marienkrankenhaus der größte Arbeitgeber in Schwerte. Groß ist deshalb die Sorge, dass das Marienkrankenhaus durch den neuen Krankenhausplan der Landesregierung NRW gefährdet wird.

Krankenhausplan legte Anbau auf Eis

Bemängelt wurde im Gutachten der Landesregierung die Kleinteiligkeit der Krankenhauslandschaft. In Zukunft sollen Krankenhäuser in Leistungsgruppen - und -bereiche eingeteilt werden, um sie dadurch zu spezialisieren.

Weiterhin haben die Gutachter festgestellt, dass es vor allem im Rhein-Ruhr-Gebiet ein zu hohes Angebot an Krankenhäusern gebe.

Die Angst vor der Reform hat im vergangenen Oktober im Marienkrankenhaus dazu geführt, dass der 25 Millionen teure Anbau zunächst auf Eis gelegt wurde.

Susanne Schneider bezieht klare Stellung

Susanne Schneider, Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion für Gesundheit und Pflege hat im Rahmen der Gutachten bereits 75 Krankenhäuser besucht und bezieht ein klare Stellung: „Die Krankenhauslandschaft in NRW muss überprüft werden, aber wenn ich mir um ein Krankenhaus keine Sorgen mache, dann ist es das Marienkrankenhaus.“

Das Marienkrankenhaus sei einerseits lukrativ und zum anderen medizinisch sehr gut aufgestellt. Zudem gehöre Schwerte grundsätzlich nicht in das Profil der möglicherweise betroffenen Krankenhäuser.

Schneider: „Wenn ich mir um ein Krankenhaus keine Sorgen mache, dann das Marien.“

Susanne Schneider ist Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion für Gesundheit und Pflege in NRW. © FDP-Landtagsfraktion NRW

Krankenhäuser nicht künstlich am Leben halten

Im Rahmen der Reform soll jeder Bürger in NRW in 30 Minuten ein Krankenhaus erreichen können. Das sei mancherorts noch nicht der Fall, wogegen andere Krankenhäuser in überversorgten Ballungsgebieten trotz roter Zahlen künstlich am Leben gehalten würden.

„Nehmen wir als Beispiel mal Wattenscheid. In 30 Minuten kann man dort 95 verschiedene Krankenhäuser erreichen. Dagegen im Kreis Steinfurt nur eins.“, erklärt Schneider.

Um die beiden Standorte des größten Schwerter Arbeitgebers an der Goethestraße und der Schützenstraße müsse man sich keine Sorgen machen. Das Marienkrankenhaus verzeichnete im letzten Jahr steigende Fallzahlen. Zudem gehöre es nicht zu den Kliniken in massiv überversorgten Gebieten.

„Ich bin sehr optimistisch“

Zudem stehe die Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion in sehr engem Kontakt zum Marienkrankenhaus. Es habe schon mehrere Gespräche mit Chefärzten und Geschäftsführer über die weitere Planung gegeben. Der Stopp des schon begonnenen Anbaus sei eine rein prophylaktische Maßnahme gewesen.

„Ich bin sehr optimistisch und werde als örtliche Abgeordnete mit aller Kraft Sorge dafür tragen, dass die Rahmenbedingungen für das Krankenhaus in meiner Heimatstadt noch besser werden“

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