Ein Virenkiller soll Gäste im L‘incontro vor Corona schützen

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Noch sind Restaurant-Besuche nicht verboten. Doch viele Menschen fühlen sich unsicher im Raum mit Fremden. Das L‘incontro will seinen Gästen jetzt mehr Sicherheit bieten.

Schwerte

, 28.10.2020, 14:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gefühlt ist jeder Deutsche mittlerweile ein kleiner Viren-Fachmann. Beim Thema Aerosole macht uns niemand mehr etwas vor. Und deshalb weiß man: Wenn sich mehrere Menschen in einem geschlossenen Raum aufhalten, entstehen Aerosole und die sind vermutlich voller Viren.

Das ist der Grund, warum Restaurants jetzt jede halbe Stunde die Fenster zum Stoßlüften öffnen müssen. Dann können die Aerosole entweichen. Auch in der Gastronomie „L‘incontro“ an der Eintrachtstraße wird so gelüftet.

Zusätzlich etwas gegen Viren tun

Doch viele Menschen sind trotzdem beunruhigt. Das L‘incontro ist, wie alle Gastronomien in Schwerte, nicht so gut gefüllt wie es sein könnte, viele Gäste bleiben zuhause. Da wäre es doch eine gute Nachricht, wenn man zusätzlich etwas gegen Viren in der Luft tun könnte. Kann man.

Die Luft, die im L‘incontro beim Lüften entweicht, ist seit Dienstag (27.10.) bereits weitgehend von Aerosolen befreit. Und nebenbei von allen anderen Keimen, Pollen, Sporen, Rußpartikeln und anderen Allergenen.

Ein Tipp vom Kulturzentrum Balou

Denn seit Dienstag lässt Restaurant-Inhaber Vincenzo Scalcione die Luft in seinem Restaurant filtern. Von zwei Luftreinigern der schwedischen Firma Blueair. „Virenkiller“ nennt sie Hubert Uhlenbrock, der zusammen mit Gisela Spanke Vermieter von Vincenzo Scalcione ist.

Die beiden Vermieter haben gute Beziehungen zum Kulturzentrum Balou in Dortmund, dort lernten die beiden das Gerät kennen. Und sie boten Vincenzo Scalcione an, zwei davon zu bestellen.

Die Wartezeit wird länger

Das war aber nicht mehr so einfach: „Die Geräte sind mittlerweile sehr gefragt“, berichtet Gisela Spanke. Am Anfang der Corona-Krise lieferten die Schweden ein Gerät innerhalb von drei Tagen, so Spanke. Jetzt ist die Wartezeit auf einen Monat gestiegen.

Das Besondere an den Geräten ist, sie sind ausgestattet mit einem sogenannten HEPA-Filter (High-Efficiency Particulate Air/Arrestance). Filter, die dieser Norm entsprechen, können sogar Zigaretten-Rauch an der Luft holen.

19 Kubikmeter pro Minute werden gereinigt

Laut dem Hersteller filtert das Gerät die Luft in einem 72 Quadratmeter großen Raum fünfmal pro Stunde, in der höchsten Einstellung sind das 19 Kubikmeter pro Minute.

Und das alles macht der Luftreiniger ohne größere Geräuschentwicklung. „Perfekt für eine Gastronomie“, freut sich Vincenzo Scalcione. Sein Restaurant hat 120 Quadratmeter, damit sind zwei Geräte etwas zuviel für die Fläche.

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Vincenzo Scalcione ist seinen Vermietern besonders dankbar für diese Hilfestellung, denn jedes Gerät kostet über tausend Euro. Dafür ist der Luftreiniger einfach um Unterhalt. Der Filter muss nur zweimal im Jahr gewechselt werden.

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