Bund will neuen Treffpunkt in Geisecke mit 1,1 Millionen Euro fördern

hzMehrgenerationentreff

Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Ein Mehrgenerationentreff soll am Sportplatz am Buschkampweg in Geisecke entstehen. Das freut vor allem die Geisecker Fußballer.

Geisecke, Schwerte

, 11.03.2020, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wäre die Lösung für Verein und Stadtteil gewesen: Eine Begegnungsstätte für alle Generationen auf der Sportanlage des Geisecker SV am Buschkampweg. Doch dann kam die Absage aus der Bundeshauptstadt. Eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur 2018“ wird es nicht geben, hieß es im April 2019.

Doch Bürgermeister Dimitrios Axourgos hatte damals versprochen, man werde sich weiter für Fördermittel einsetzen.

Bund trägt größten Teil der Kosten

Am Mittwoch konnte der Bürgermeister dann einen Erfolg vermelden. Vielmehr nicht Axourgos tat dies, sondern der SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek. 1,1 Millionen Euro wolle der Bund zum Bau des Mehrgenerationentreffs in Geisecke beisteuern. Und das bei Baukosten, die man insgesamt auf 1,26 Millionen Euro beziffert.

„Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute beschlossen, das Projekt mit 1,1 Millionen Euro zu fördern“, wird der SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek, der das Vorhaben gemeinsam mit Bürgermeister Dimitrios Axourgos im Bewerbungsverfahren unterstützt hatte, in der Pressemitteilung zitiert. Und weiter: „Das ist eine sinnvolle Investition und ein ideales Projekt, um die soziale Struktur und den Zusammenhalt des Stadtteils Geisecke und der angrenzenden Ortsteile zu stärken“, so Kaczmarek. „In Geisecke soll eine Begegnungsstätte entstehen, die als Sport- und Jugendheim, aber auch als Treffpunkt für alle Generationen genutzt werden soll. Sie soll ein Ort der Integration aller Altersklassen und Schichten werden, um die soziale Struktur und den Zusammenhalt des Stadtteils Geisecke zu stärken“, so Dimitrios Axourgos.

„Sanierung kommunaler Einrichtungen“

Das Geld stammt aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, für das sich der Geisecker SV in der vorigen Förderrunde erfolglos beworben hatte.

Bürgermeister Dimitrios Axourgos überbrachte die freudige Nachricht am Mittwochabend persönlich den Geiseckern.

Die hatten den Plan selber auf den Weg gebracht. Das Vereinsheim am Buschkampweg ist in die Jahre gekommen. Mit seinen zwei Kabinen reicht es längst nicht mehr für den Spielbetrieb aus. Deshalb plante man eine Art Jugendtreff mit integrierter Vereinsgaststätte und Vereinsheim. Ein sozialer Treffpunkt in Geisecke solle die Sportanlage so werden, erklärte der verstorbene Vorsitzende Martin Gläser, als er die Pläne im März 2019 bei der Jahreshauptversammlung vorstellte.

Rat hatte 2018 die Pläne beschlossen

Der Rat der Stadt hatte die Pläne begrüßt und sogar eine Dringlichkeitsentscheidung, die Bürgermeister Dimitrios Axourgos und CDU-Fraktionsvorsitzender Marco Kordt unterschrieben hatten, um die Fristen zu wahren, genehmigt. Der Bund hatte die Pläne damals als besonders förderungswürdig eingestuft. Umso enttäuschter war man, als der Haushaltsausschuss des Bundes im April 2019 entschied, das Geisecker Projekt nicht zu berücksichtigen.

Barrierefrei und mit Solaranlage

Die Begegnungsstätte wird ebenerdig und barrierefrei errichtet, um auch eine Integration und den Austausch mit körperlich eingeschränkten Menschen zu ermöglichen. Um den Zielen des Klimaschutzes gerecht zu werden, soll eine Solar- und Photovoltaikanlage auf dem Gebäude installiert werden. Das vorhandene Vereinsheim soll zu einem reinen Kabinentrakt umgebaut werden.

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