Schwerte ist jetzt „Kommune für biologische Vielfalt“ - Was soll das heißen?

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Über 150 Kommunen genießen die Vorzüge des Bündnisses für biologische Vielfalt - Schwerte ist seit neuestem eine davon. Wie Schwerte zum Mitglied wurde und was das für die Stadt heißt.

Schwerte

, 26.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Schwerte ist ab sofort eine „Kommune für biologische Vielfalt“. Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von im Naturschutz engagierten Kommunen. Es besteht als Plattform zum Austausch zwischen Städten und plant Projekte für seine Mitglieder.

Die Vorzüge, die mittlerweile mehr als 150 Kommunen genießen, fasst das Bündnis in seinen Worten zusammen: „Wir profilieren Kommunen, die sich an Grundsätzen der Nachhaltigkeit orientieren und machen positiv auf sie und ihre Maßnahmen aufmerksam.“ Zu den Vorzügen der Mitgliedschaft gehört auch die Chance auf öffentliche Fördermittel.

Deklaration für Artenschutz und Nachhaltigkeit

Wer Mitglied werden will, muss zunächst eine Deklaration für biologische Vielfalt unterschreiben - eine freiwillige Selbstverpflichtung sich für den Erhalt biologischer Vielfalt einzusetzen. Zu den Themenbereichen der Deklaration gehören zum Beispiel Artenschutz, Nachhaltigkeit und der Erhalt naturnaher Flächen.

Unterschrieben hat die Stadt Schwerte die Deklaration bereits im Jahr 2011. Bis jetzt wurde die Mitgliedschaft allerdings nicht umgesetzt. Jetzt bestätigte das Bündnis die Vollständigkeit der Unterlagen und nahm Schwerte in seinen Kreis auf.

Schwerte ist jetzt „Kommune für biologische Vielfalt“ - Was soll das heißen?

Schwerte ist eine von über 150 Kommunen im Bündnis für biologische Vielfalt e.V. © kommbio

Der Beitritt soll sich im Stadtbild bemerkbar machen

In Schwerte soll das zunächst konkret heißen, Flächen naturnah zu pflegen, um mehr Raum für Pflanzen und Tiere zu schaffen - also mehr biologische Vielfalt. Dazu sucht die Stadt gemeinsam mit externen Partnern nach neuen Flächen für Blühstreifen und legt Jahr für Jahr mehr Flächen an.

Das soll sich auch im Stadtbild bemerkbar machen. Weitere Ideen und Anregungen für Maßnahmen sollen durch die Mitgliedschaft im Bündnis zu Stande kommen.

Die Stadt Schwerte ist schon jetzt aktiv

Auch jetzt ist die Stadt Schwerte schon aktiv. Die Klimaschutzmanagerin der Stadt Schwerte, Anja Paechnatz, berichtet beispielsweise von neuen Blühstreifen und -flächen am Detlef-Lewe-Weg, an der Obstwiese in Wandhofen, am Holzener Weg, am Rosenweg, an der Schützenstraße, in der Goethestraße und in der Ostenstraße.

Schwerter, die in ihrem Garten eine Blühwiese anlegen wollen, haben im Frühjahr 2019 kostenlos Samenmischungen von Anja Paechnatz erhalten. „Die Samentütchen waren sehr stark nachgefragt und nach kurzer Zeit vergriffen. Das zeigt uns, dass auch den Schwerterinnen und Schwertern das Thema am Herzen liegt und sie gerne einen Beitrag zur Verbesserung der Biodiversität leisten möchten.“ Auch im kommenden Jahr wird es wieder einige Samenmischungen für die Schwerter geben.

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