Schwerte.City – Kann man Waren aus der Innenstadt bald online bestellen?

hzEinzelhandel stärken

Zwei Unternehmer wollen den Einzelhandel in Schwerte revolutionieren. Kunden können schon bald die Produkte der Schwerter Einzelhändler online bestellen. So soll es funktionieren.

Schwerte

, 02.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine ganze Stadt geht online – das Vorhaben von Volker Kranefeld und Thorsten Redmann ist nicht ohne. Was sie meinen, ist eine Internet-Plattform, auf der alle Einzelhändler in Schwerte ihre Produkte präsentieren können. Schwerter sehen bei „Schwerte.City“ dann nicht nur, was der lokale Einzelhandel zu bieten hat. Sie können die Produkte auch direkt online bestellen und bekommen sie bis vor die Haustür geliefert.

Wie genau das funktionieren soll, haben Kranefeld und Redmann von der „advertising GmbH“ am Dienstag den Schwerter Unternehmern vorgestellt.

Das Konzept soll eine Win-Win-Situation sein und dem Leerstand in der Stadt entgegenwirken. „Die Händler beschweren sich immer öfter, dass die Kunden lieber im Internet einkaufen. Und die Kunden haben oft das Gefühl, dass sie die gesuchten Produkte in der Stadt nicht bekommen“, erklärte Redmann das Problem.

Kunden können Schwerter Produkte im Internet kaufen

Rund zwei Jahre lang haben die beiden Marketing-Experten an einer Lösung gearbeitet. Dabei haben sie auch herausgefunden, dass die meisten Kunden viel lieber regional einkaufen - wenn ihnen eine Möglichkeit gegeben wird. Und sie wären sogar bereit mehr Geld auszugeben, um die Händler vor Ort zu unterstützen.

„Schwerte.City“ soll im Januar 2020 an den Start gehen und ab dann den Schwertern das Shoppen durch diese drei Elemente erleichtern:

  • Das Stadtportal ist wie ein Branchenverzeichnis für Schwerte. Hier können sich die Händler mit ihrem Angebot präsentieren. Der Vorteil für den Kunden: Er sieht alle Leistungen auf einen Blick und kann auch die Suchfunktion nutzen, um den richtigen Händler oder Dienstleister zu finden. Dort sieht man aber auch die nächste Kfz-Ladestation oder der Imbiss.

  • Im Shop soll es dann wie auf einem Online-Marktplatz zugehen. Thorsten Redmann vergleicht ihn augenzwinkernd mit Internetriese Amazon. Hier kann jeder Einzelhändler selbstständig seine Produkte einpflegen und sie anbieten. Der Kunde wiederrum kann die Auswahl sehen und dann auch die Produkte bestellen - die Brille bei Händler A und die Bettwäsche bei Händler B in einem Bestellvorgang.

  • Mit „Schwerte.City“ Cargo kommt die Ware dann zum Kunden. Die Unternehmer wollen einen eigenen Lieferdienst etablieren, der die Bestellung mit dem Lastenrad durch ganz Schwerte bringt. Alle Bestellungen, die vor 12 Uhr eingehen, sollen noch am selben Tag beim Kunden angeliefert werden.

Lastenrad und E-Fahrzeuge sollen die Sachen aber nicht nur zum Kunden bringen, sondern bei Umtausch auch wieder zurückbringen. „Das Konzept lässt sich ewig weiterdenken. Es funktioniert auch mit Brillenreparaturen oder Dokumenten, die dringend zum Anwalt müssen“, sagt Redmann.

Auch Lebensmittellieferungen sind im Gespräch

Man sei auch im Gespräch mit Bauern aus der Region und arbeite an einer Lösung, um frische Lebensmittel wie Tomaten oder Eier auf die Küchentische der Schwerter zu bekommen.

Bis „Schwerte.City“ im Januar starten soll, müssen Volker Kranefeld und Thorsten Redmann noch möglichst viele Schwerter Einzelhändler mit ins Boot holen. Wer sich vorab schon informieren möchte oder auf dem Laufenden bleiben will, kann das auf der Homepage unter www.Schwerte.City tun.

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