Vor dem Schwerter Rathaus postierten sich etwas zwei Dutzend Coronamaßnahmen-Skeptiker. © Carolin West
Corona-Pandemie

Schwerter Coronamaßnahmen-Skeptiker marschieren erneut zum Rathaus

Bereits am Donnerstag (15.4.) waren Schwerter Coronamaßnahmen-Skeptiker zum Rathaus marschiert. Am Samstag (17.4.) folgte die nächste Auflage der Aktion – wieder mit Plakaten und Megafon.

Auf den Plakaten standen Sprüche wie „Nur in einer kranken Gesellschaft müssen Kinder beweisen, dass sie gesund sind“, „Eltern sind die Hüter ihrer Kinder“ oder „Kinderbuch: Mein Körper gehört mir“. Aus den Boxen eines Autos ertönte „Wir könnten“ von Kilez More, Morgaine und Äon.

Ein Lied, das seit Sommer 2020 auch auf Querdenker-Demonstrationen gespielt wird – oft live vom Interpreten Kilez More selbst. In diesem Fall ertönten seine Klänge bei einem Aufmarsch der Schwerter Coronamaßnahmen-Skeptiker.

Bereits am Donnerstag (15.4.) waren rund zwei Dutzend Teilnehmer vom Postplatz zum Rathaus gegangen, am Samstag (17.4.) waren es etwa ebenso viele. Mit ihren Plakaten, die sich überwiegend mit der Situation der Kinder in der Corona-Pandemie befassten, und eskortiert von zwei Polizeiwagen marschierten sie erneut in Richtung Rathausstraße 31.

Teilnehmer müssen auf Abstandsregeln achten

Dabei wies Teilnehmerin Marina Althoff mehrfach auf das Einhalten der Abstandsregeln hin. „Wir sind nicht gegen etwas, sondern wir sind für Menschlichkeit und Freiheit“, betonte sie bereits am Donnerstag, als sie durch ein Megafon Fragen an den Bürgermeister verlas. Dabei ging es beispielsweise um den Datenschutz bei Corona-Tests in Schulen und Kitas sowie die Gerechtigkeit der Coronamaßnahmen, die derzeit für „normale“ Menschen und Profi-Fußballer unterschiedlich ausgelegt würden.

Die Teilnehmer des Aufmarsches möchten laut eigener Aussage ihre Skepsis gegenüber den derzeitigen Coronamaßnahmen ausdrücken – und im besten Fall von Bürgermeister Dimitrios Axourgos Antworten auf ihre Fragen erhalten.

Umstehende und vorbeigehende Passanten schüttelten am Samstagnachmittag indes vielfach die Köpfe über die Aktion. „Wir könnten schon viel weiter sein, wenn einfach mal alle an einem Strang ziehen und sich an die Regeln halten würden“, sagte eine Passantin.

Über die Autorin
Redakteurin für Schwerte und den Dortmunder Süden
Redakteurin, davor Studium der angewandten Sprachwissenschaften in Dortmund und Bochum. Sportbegeistert und vor allem tänzerisch unterwegs.
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