Karin Zeuch findet, dass Kinder die Pandemie wie Helden ertragen. © Holger Bergmann
Corona-Helden 2021

Schwerter Erzieherin ehrt ihre Corona-Helden: „Kinder lassen den Kopf nicht hängen“

Wir suchen Ihre persönlichen Corona-Helden. Denn in der Krise zeigt sich, was Freunde, Familie und gute Nachbarn wert sind. Erzieherin Katrin Zeuch etwa würde am liebsten allen Kindern eine Urkunde ausstellen.

„In der Krise zeigt sich der Charakter“ – dieses Zitat des einstigen Bundeskanzlers Helmut Schmidt umschreibt viele Situationen, die die Menschen in der Corona-Pandemie erleben.

In der Corona-Zeit leisten unzählige unbekannte Mitmenschen Unbeschreibliches. Leider bleiben viele dieser Menschen im Schatten, sie haben einfach keine Zeit, sich auf dem Erreichten auszuruhen.

Die Aktion „Mein Corona-Held“ soll diesen Menschen ein Gesicht oder einen Namen geben. Und sie soll dankbaren Menschen die Möglichkeit geben, ihren Corona-Helden ihre Wertschätzung auszudrücken.

Urkunde herunterladen und ausdrucken

Jeder, der möchte, kann für seinen Corona-Helden eine Urkunde ausdrucken und ihn damit überraschen. Auch Katrin Zeuch würde ihre Corona-Helden gerne mit einer Urkunde auszeichnen. Doch es sind einfach zu viele.

Denn Katrin Zeuch findet, dass alle Kinder Corona-Helden sind. Und sie muss es wissen. Als Erzieherin in einem Kindergarten ist sie schließlich ganz nah dran. „Es sind meiner Meinung nach gerade die Kinder, die seit Beginn dieser Pandemie einiges zu tragen haben.“

Schwerwiegende Veränderungen

Es fing mit dem ersten Lockdown an: „Viele von den Kindern haben ihre Freunde nicht mehr treffen dürfen“, sagt Katrin Zeuch. „Und die Kinder, die die Notbetreuung besuchen konnten, mussten einige, für sie noch schwerwiegendere Veränderungen des Kita-Alltags hinnehmen.“

Da mussten zur Vermeidung von Kontakten Freunde getrennt werden, Kuscheltiere durften nicht mehr mitgebracht werden. „Es passierte manchmal, dass sich Freunde am Absperrband unterhalten, aber nicht miteinander spielen durften“, berichtet Katrin Zeuch.

Problematische Zeit auch für Erzieherinnen

Das war auch für die Erzieherinnen eine problematische Zeit, weil ganze pädagogische Konzepte auf den Kopf gestellt wurden. Und mitten in diesem Pandemie-Chaos waren es die Kinder, die den Erwachsenen zeigten, wie man schlimme Zeiten überstehen kann, meint Katrin Zeuch.

„Sie lassen den Kopf nicht hängen. Ihr Vertrauen, dass wir irgendwann diese Pandemie überstehen werden, ist unerschütterlich“, berichtet Katrin Zeuch. „Mit ihrer Zuversicht, Toleranz, Neugierde und Fröhlichkeit lassen sie mich diese manchmal schwere Zeit vergessen.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
Zur Autorenseite
Avatar
Lesen Sie jetzt