So gehen Schwerter mit guten Vorsätzen um

Gesundheit und Fitness

Weniger Stress, mit dem Rauchen aufhören, abnehmen, mehr Sport machen: Die ersten Tage des neuen Jahres werden bei vielen durch gute Vorsätze begleitet. Fitnessstudios und Schwimmbäder freuen sich. Doch halten die meisten lange durch? Wir haben uns in Schwerte umgehört.

SCHWERTE

, 06.01.2016, 19:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Susanne Ballack (r.) betreut Nicola Koch, die schon länger im Trainingszentrum Kämmerling etwas für ihre Gesundheit tut.

Susanne Ballack (r.) betreut Nicola Koch, die schon länger im Trainingszentrum Kämmerling etwas für ihre Gesundheit tut.

Vor allem Fitnesscenter und Schwimmbäder können sich zu Jahresbeginn über neue Sportbegeisterte freuen. Von 5.45 bis 8 Uhr können Frühaufsteher im Schwerter Hallenbad an der Wittekindstraße ihre Bahnen ziehen. Schwimmmeister Uwe Gurski freut sich über viele Stammkunden. 

„Doch zu Jahresbeginn sehe ich auch immer ein paar neue Köpfe im Becken“, erzählt er. Vor allem aber die Aqua-Jogging-Kurse sind Anfang Januar besonders gut besucht. 20 Wasserjogger könnten teilnehmen, bis zu sieben sind es in normalen Monaten meist, nun waren es am Sonntag mit 13 fast doppelt so viele. „Nach drei bis vier Wochen werden es dann aber leider auch schon wieder weniger“, weiß Uwe Gurski.

Innerer Schweinehund

Den Andrang zu Jahresbeginn kennt auch Susanne Ballack, Geschäftsführerin des sportmedizinischen Trainingszentrums Kämmerling an der Hörder Straße. „In diesem Jahr war sogar schon zwischen Weihnachten und Neujahr gut Betrieb“, wundert sich die Chefin.

So richtig los geht es dann aber in den kommenden Wochen, da stehen schon viele Personal-Trainingstermine im Kämmerling-Kalender für Neukunden. Doch auch Susanne Ballack kennt das Phänomen, dass bei vielen die guten Vorsätze bald dem inneren Schweinehund weichen. Am Aschermittwoch ist dann nicht nur der Karneval, sondern auch das regelmäßige Training Geschichte.

Es ist gar nicht so schwierig

Dabei ist es so leicht, den Schweinehund im Griff zu haben. Denn der gedeihe prächtig dank schöner Bilder von durchtrainierten Menschen in den Medien und zu hohen eigenen Erwartungen. Susanne Ballack hat Tipps, wie man sportlich trotzdem am Ball bleibt: „Zweimal die Woche eine knappe Stunde trainieren reicht vollkommen aus.

Ein kurzes, nachhaltiges und vor allem kontinuierliches Training wirkt schon sehr gut“, sagt sie. Sie meint, dass die meisten Menschen den Fehler begehen, drei bis fünf Mal die Woche trainieren zu wollen. „Das hält man dann im Alltagsstress nicht durch.“

Und kleine, erreichbare Ziele strecken – das bringt die größte Motivation, weiß auch Trainer Robin Matthes. Er jobbt neben seinem Sportmedizinstudium bei Red Fitness an der Schützenstraße. Auch dieses Studio ist zu Jahresbeginn deutlich voller. Doch wer dann erstmal fit geworden ist, will es auch bleiben – auch über Karneval hinweg. „Wichtig ist, sein Level zu halten“, sagt Matthes.

Die Expertin hilft

Manchmal hilft auch Sport alleine nicht, um die Traumfigur zu erreichen. Da kann dann eine Ernährungsumstellung helfen. Doch auch da gilt es, den Schweinehund zu bändigen. Bei den ersten und weiteren Schritten hilft Simone Greune. Sie ist Coach bei den Weight Watchers. „Im Januar rennen uns die Neukunden quasi die Hütte ein“, freut sie sich.

Doch über den Frühling hinweg durchzuhalten, fällt auch ihren Kunden oft nicht leicht. „Aber 40 Prozent halten durch“, sagt Susanne Greune. Auch ihr Tipp lautet für die Gewichtsabnahme: „Kleine Ziele setzen, je mehr, desto besser.“

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