Sommerfestival-Woche läutet neue Saison ein: „Hurra, wir leben noch“

hzTheater am Fluss

Das Coronavirus hat viele hart getroffen. Künstler standen ohne Einkommen da, Theater haben Programme abbrechen müssen. Jetzt ist das Theater am Fluss zurück mit einem neuen Programm.

Schwerte

, 17.09.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge beginnt die Theater-Saison 2020/21 in Schwerte für den Intendanten des Theater am Fluss, Lars Blömer und Sabrina Fehring, ebenfalls von Theater am Fluss.

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Der Schock über den Saison-Abbruch der 12. Spielzeit sitzt noch tief, „aber es war schon richtig so, wenn man sich die Infektionszahlen vor Augen führt“, sagt Lars Blömer. Dennoch blickt das Theater am Fluss stolz auf sieben Wochen „Autotheater Ruhr“ zurück.

Es geht wieder los

Jetzt soll es aber endlich weiter gehen im Theater, wenn auch etwas anders und in kleinerem Rahmen als die Besucher es kennen. „Wir haben im Sommer an einem Hygienekonzept gearbeitet, so dass jetzt 36 zahlende Gäste zu uns ins Theater kommen können“, sagt Lars Blömer. Dafür wurde auch umgebaut.

„Rot ist die Liebe“ wird der Auftakt der neuen Saison bei Theater am Fluss am 18. September.

„Rot ist die Liebe“ wird der Auftakt der neuen Saison bei Theater am Fluss am 18. September. © Theater am Fluss

Am Freitag, 18. September, soll es auch schon losgehen. Dann ist Auftakt unter Corona-Bedingungen für das Theater am Fluss. „Wir nutzen die eine Woche als Probe unter Corona“, so Blömer. Unter dem Motto: „Hurra, wir leben noch“, findet eine Woche lang das Sommertheaterfestival statt.

Programm Sommerfestivalwoche

Los geht es am Freitag, 18. September, mit „Rot ist die Liebe“ um 19.30 Uhr. Das Kindertheaterstück „Der Grüffelo“ folgt am Samstag und Sonntag um 15 Uhr. Ebenso am Samstag und Sonntag läuft jeweils um 19.30 Uhr „Appetizer-Abend zum Spielzeitbeginn“ zur Unterstützung der Bürgerstiftung Rohrmeisterei.

Das Kindertheaterstück „Das Grüffelo“ stand schon auf der Bühne beim Autotheater.

Das Kindertheaterstück „Das Grüffelo“ stand schon auf der Bühne beim Autotheater. © Theater am Fluss

Am Dienstag, 22. September, und Freitag, 25. September, wird auf der Bühne das Schauspiel „Das Interview“ von Theodor Holmann um jeweils 19.30 Uhr gespielt. Am Donnerstag, 24. September, gibt es einen Monologabend „2 mal 1“ um 19.30 Uhr.

Romeo und Julia geht ohne Küssen nicht

Dass die Coronazeit für Kunstschaffende überstanden ist, das glaubt Lars Blömer noch nicht. Auch wenn der Neustart gewöhnungsbedürftig ist, gebe es die Möglichkeit, Programme vom Autotheater jetzt auch noch einmal „indoor“ zu zeigen. Normalerweise habe es immer feste Termine für ein halbes oder sogar ein ganzes Jahr gegeben, das ist erstmal nicht möglich.

Auch die Aufführung „Romeo und Julia“ sei verschoben worden. Wann sie stattfinden kann, das steht noch in den Sternen, denn „Romeo und Julia ohne Küssen und Rangeln, das geht ja nicht“, sagt Lars Blömer.

Die Spielzeit 2020/2021 „Irrwege. Abwege. Auswege!“

Die neue Spielzeit „Irrwege. Abwege. Auswege!“startet am 17. Oktober mit dem Stück „Zimmer 317 – Der Fall Uwe Barschel“. Es folgen „Zeugin der Anklage“ im November und „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ im Dezember.

Im neuen Jahr soll es abwechslungsreich weitergehen mit: „Valentinstag“ (Februar), „Father Brown und das Dickicht der Lügen“ (März), „Halb auf dem Baum“ (April), „Von einem der auszog das Fürchten zu lernen“ (Juni), „Die weiße Rose“ (Mai).

Tickets und Hygienemaßnahmen

Die Stühle in der Theaterhalle 4 sind immer zu zweit aufgestellt und nummeriert. Wer allein kommt, hat die Möglichkeit den Platz neben sich ebenfalls zu buchen. Ein ermäßigtes Ticket kostet 5 Euro für Schüler, Studenten und Behinderte. Für Erwachsene kostet ein Ticket 10 Euro. An der Abendkasse wird es jeweils um 2 Euro teurer.

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Der Vorverkauf findet online über www.theateramfluss.de und in der Ruhrtalbuchhandlung statt. Außerdem besteht Maskenpflicht, die Masken können am Platz entfernt werden. Desinfektionsmittel steht bereit. Getränke und Speisen gibt es aufgrund von Corona nur abgepackt. Gläser, beispielsweise für Wein, gibt es aus Hygienegründen nicht.

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