SPD-Fraktionschefin Santehanser tritt zurück

Nach der Wahlniederlage

Nachdem sie ihre Wahlziele nicht erreicht hat, hat die SPD-Fraktionsvorsitzende Britta Santehanser am Dienstagmorgen ihren Rücktritt verkündet. Sie will auch das Ratsmandat nicht annehmen. Bereits am Montag hatte ihre Stellvertreterin Anita Schweer-Schnitker den Genossen per Mail mitgeteilt, dass sie von allen Ämtern zurücktritt.

SCHWERTE

, 27.05.2014, 10:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Britta Santehanser ist als SPD-Fraktionschefin zurückgetreten.

Britta Santehanser ist als SPD-Fraktionschefin zurückgetreten.

"Unser Ziel, unser Anspruch war es, ehrliche, transparente Politik zu machen. Dazu gehörte es zwangsläufig, auch den Finger in die Wunde zu legen, Mängel anzusprechen, zu kritisieren", so Santehanser. Das sei stets sachlich erfolgt und mit Lösungsmöglichkeiten verbunden. "Dieses Modell, diese Konzeption ist jedoch von den Schwertern nicht mitgetragen worden", erklärte Santehanser. Dafür wolle sie nun die Verantwortung übernehmen. 

Einen Grund für die nicht erfolgte Wachablösung im Rathaus sieht Santehanser auch in der geringen Wahlbeteiligung. Dagegen gelte es neue Strategien zu entwickeln und diesen Trend aufzuhalten. Bürgermeister Heinrich Böckelühr hat die Wahl mit 51,1 Prozent zu 41,6 Prozent gewonnen. Das sei ein eindeutiges Ergebnis, so Santehanser. Sie tritt jetzt als Fraktionsvorsitzende zurück und will auch ihr Ratsmandat nicht annehmen.

Bereits am Montag hatte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Anita Schweer-Schnitker an den SPD-Ortsverein Schwerte-Mitte eine Mail geschrieben, in der sie ihren Rücktritt von allen Mandaten und Ämtern verkündete. Sie wolle den Platz frei machen für "neue Leute mit neuen Ideen". Sie habe vor der Wahl drei Ziele gehabt: Ein Direktmandat, mindestens die Stichwahl ums Bürgermeisteramt und die SPD als stärkste Partei. Keines dieser Ziele habe sich umsetzen lassen.

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