Stadt Schwerte sucht einen neuen Vize-Chef fürs Rathaus - Winkler geht in Altersteilzeit

hzStellenausschreibung

Die Stadt Schwerte braucht einen neuen Verwaltungsvize. Was ein erster Beigeordneter der Stadt verdient und was er können sollte, regelt eine Stellenausschreibung der Verwaltung.

Schwerte

, 21.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Jahr 2000 kam Hans-Georg Winkler als Beigeordneter für Jugend, Soziales, Schule und Kultur zur Stadt Schwerte. Im September 2020 wird seine Ära in der Ruhrstadt enden. Der Erste Beigeordnete und Stellvertreter der Bürgermeisters als Verwaltungschef geht im September in die Ruhephase seiner Altersteilzeit.

Die Stadt will deshalb bereits jetzt rechtzeitig einen Nachfolger suchen.

Die Stelle ist mit der Besoldungsgruppe B 2 ausgeschrieben. Die liegt bei etwa 7600 Euro monatlich. Als Beamter hat der Beigeordnete zudem Anspruch auf 30 Tage Urlaub.

„Überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft“

In der Ausschreibung heißt es: „Gesucht wird eine erfahrene, kompetente Führungspersönlichkeit mit überdurchschnittlicher Einsatzbereitschaft, die aufgrund ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit kreativ, zielorientiert und nachhaltig, über die jeweiligen Ämter und Institutionen hinaus, Prozesse gestalten kann.“ Vor allem aber soll der Bewerber Erfahrungen im Bereich öffentliche Verwaltung mitbringen. Winkler kam seinerzeit als Leiter des Hauptamtes der Stadt Nordkirchen nach Schwerte.

Doch die Besetzung einer solchen Stelle ist auch eine politische Angelegenheit. Die Beigeordneten sind nämlich Wahlbeamte. Das heißt, sie müssen vom Rat der Stadt gewählt werden. Ihre Amtszeit ist auf acht Jahr befristet, dann müssen sie sich erneut zur Wahl stellen.

Amt wird auch politisch vergeben

Die Einstellung erfolgte in der Vergangenheit nach politischem Proporz. Winkler war 2000 in Zeiten des politischen Umbruch nach Schwerte gekommen. Mit Heinrich Böckelühr war damals erstmals ein Christdemokrat Bürgermeister. Winkler selbst vertrat die Christdemokraten damals im Schwerter Stadtrat. Kämmerin Bettina Brennenstuhl, die zweite Beigeordnete der Stadt, war die Wunschkandidatin der SPD. Und auch ihr Vorgänger, Peter Schubert, war Sozialdemokrat.

Doch das Parteibuch alleine reicht nicht aus. Denn die Stellen sind natürlich auch eine klassische Beamtenstelle und damit an die Voraussetzung des höheren Verwaltungsdienstes geknüpft.

Der oder die Erste Beigeordnete der Stadt ist nicht nur Stellvertreter des Bürgermeisters, sondern auch Leiter des Dezernats II in Schwerte. Dazu gehört das Schulamt, das Sozialamt und das Jugendamt. Zudem soll der Nachfolger, genau wie Hans-Georg Winkler, wieder Vorsitzender des Verwaltungsrates des KuWeBe werden und somit auch für Kultur und Weiterbildung in Schwerte zuständig sein.

Auch diese Stellenausschreibung, die von der Stadt bereits vorformuliert wurde, muss ein Ratsgremium, nämlich der Haupt- und Personalausschuss, formell beschließen.

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