Ukraine-Flüchtlinge

Stadt Schwerte sucht Privatwohnungen: „Täglich erreichen uns mehr Geflüchtete“

Immer mehr Flüchtlinge aus der Ukraine kommen nach Schwerte. Die Unterkünfte der Stadt sind bereits ausgeschöpft, daher werden nun private Wohnungen oder Zimmer für die Menschen gesucht.
Geflüchteten Menschen aus der Ukraine soll geholfen werden. Die Stadt Schwerte sucht nach weiteren Wohnraumangeboten.
Geflüchteten Menschen aus der Ukraine soll geholfen werden. Die Stadt Schwerte sucht nach weiteren Wohnraumangeboten. © Stadt Schwerte/Ingo Rous

Weil immer mehr geflüchtete Menschen aus der Ukraine nach Deutschland und auch nach Schwerte kommen, appelliert die Stadt noch einmal an alle Schwerterinnen und Schwerter, möglichst Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

120 Menschen bereits untergebracht

Christiane Klanke, die Leiterin des Sozialamtes der Stadt Schwerte, koordiniert die Hilfe und hat rund 120 geflüchtete Menschen in Unterkünften der Stadt unterbringen können.

Die Kapazitäten der Stadt seien ausgeschöpft, weitere städtische Unterkünfte seien in Vorbereitung, benötigten aber Zeit für die Herrichtung. „Täglich erreichen uns mehr Geflüchtete, die Hilfe und Unterstützung erbitten. Viele von ihnen auch in Form von Unterbringung“, sagt Christiane Klanke.

Dank für die große Hilfsbereitschaft

Die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes seien voll und würden die Menschen jetzt an die Kommunen verweisen. In Schwerte würden die ersten privaten Angebote angenommen und bereits die ersten Geflüchteten privat untergebracht.

Trotz vieler Angebote aus dem Bereich der Schwerter Bürgerschaft „sind wir aber auf die Bereitstellung von weiterem Wohnraum angewiesen“, so die Leiterin des Sozialamtes. Sie findet es gut, dass bereits rund 50 Wohnungsangebote eingegangen seien – die Hälfte Wohnungen, die andere Hälfte einzelne Zimmer.

Von Privatzimmern bis hin zu 70-Quadratmeter-Wohnungen sei bereits alles dabei gewesen, erzählt auch Ingo Rous, Pressesprecher der Stadt Schwerte.

Jetzt möchte die Sozialamts-Leiterin weitere Menschen aus der Ruhrstadt dazu bewegen, Wohnraum anzubieten. „Je mehr Angebote vorliegen, desto flexibler und vielseitiger können wir die Unterbringung angehen“, erklärt Christiane Klanke.

Sozialamts-Leiterin Christiane Klanke (l.) und der Erste Beigeordnete Tim Frommeyer im Rathaus. Sie kümmern sich aktuell um die vielen ankommenden Flüchtlinge. © Reinhard Schmitz

Turnhallen oder Ähnliches könne die Stadt zwar auch herrichten, dies wolle sie allerdings als letztes Mittel nutzen. Denn noch könne man die Flüchtlinge in privaten Unterkünften unterbringen. Die Stadt suche daher stets nach neuen privaten Angeboten, sagt Rous.

Christiane Klanke bittet nun darum, Wohnungsangebote mit einer entsprechenden Beschreibung per Mail an christiane.klanke@stadt-schwerte.de zu schicken. Die Stadt werde sich dann zeitnah mit den anbietenden Menschen in Verbindung setzen.

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