Stadt Schwerte und Straßen.NRW: Wer ist für nervige Ampeln zuständig?

hzNervigste Ampel

Die nervigste Ampel Schwertes steht am Ostentor: Das haben die Leser entschieden. Aber könnte man etwas an der Situation ändern? Da stimmen die Aussagen von Stadt und Land nicht überein.

Schwerte

, 02.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wir haben unsere Leser über Schwertes nervigste Ampel abstimmen lassen. Gewonnen hat das Ampelsystem an der Ostentor-Kreuzung. Doch auch über die übrigen Ampeln ärgerte sich so mancher Leser.

Der Stadt sind die Probleme bekannt

So hat die Stadt Schwerte auf unsere Anfrage zu Schwertes nervigster Ampel an der Ostentor-Kreuzung geantwortet: Die Problematik sei schon länger bekannt. Allerdings läge die Zuständigkeit beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW). Der Knotenpunkt soll im Zuge des Ausbaus der B236 verändert werden.

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Ähnliches gilt für die Problematik am Talweg. „Dem Planungsamt ist der Knotenpunkt bekannt“, erklärt Ingo Rous, Pressesprecher der Stadt Schwerte schriftlich auf unsere Anfrage. „Die Schwierigkeit liegt hierbei in der Bedeutung der Kreuzungsäste.“ Es habe schon Bemühungen von Seiten der Stadt gegeben, die Situation der ausfahrenden Fahrzeuge zu verbessern.

Vorrang für den Verkehr der B236

Die Signalplanung gebe der Bundesstraße gegenüber der Gemeindestraße Talweg den Vorrang im Verkehrsfluss. Da auch die Kreisstraße am Eckey (K20) als Entlastungsstrecke für die Ortsdurchfahrt der B236 eine höhere Verkehrsmenge führe, seien dieser mehr Grünphasen als dem Talweg zugesprochen worden.

Pressesprecher Ingo Rous fügt hinzu: „Es hat schon mehrere Termine mit Vertretern von Straßen.NRW und dem Kreis Unna gegeben. Eine längere Grünzeit konnte dabei nicht eingeräumt werden.“

Straßen.NRW verweist auf die Stadt

Der Landesbetrieb Straßen.NRW verweist dagegen auf die Straßenverkehrsbehörde, die in der Hand der Stadt liege. „Die Straßen sind zwar in unserer Zuständigkeit, die Taktung der Ampeln dagegen nicht“, so Nadia Leihs von der Regionalniederlassung Ruhr von Straßen.NRW. Und dann sagt sie noch: „Wir haben dafür bisher keine Anfrage der Stadt Schwerte erhalten.“

Busverkehr greift in die Taktung ein

Für die Situation an der Bahnhofsstraße dagegen gibt es einen klaren Grund für die extrem langen Ampelphasen: Ingo Rous erklärt: „Am Busbahnhof ist eine Busvorrangschaltung integriert. Busse können sich an einer Lichtsignalanlage anmelden, um nicht einen ganzen Umlauf warten zu müssen.“

Infolgedessen dauere es einige Umläufe bis die Ampelphasen wieder im Rhytmus sind. Zu gewissen Uhrzeiten griffen Busse regelmäßig in den Rythmus ein, so dass die Abläufe sich verschieben. Das führe auch an der Fußgängerampel an der Ecke Beckestraße/Margoth-Röttger-Rath-Straße zu den längeren Wartezeiten.

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