Stadtpark Schwerte - So soll es weitergehen für die Szene, die Anwohner und die Händler

hzMehrere Ideen

Was kann man tun, um die Situation im Schwerter Stadtpark zu verbessern? Wie soll es weitergehen für die Szene, die Anwohner, die Händler und die Grundschüler? Es gibt mehrere Ansätze.

Schwerte

, 03.07.2019, 12:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wir wollen nicht, dass jemand diskreditiert wird.“ Das stellt Bianca Dausend klar. Die CDU-Politikerin ist Vorsitzende des Generationenauschusses, in dem es nun darum ging, wie es weitergehen kann für alle Gruppen rund um den Stadtpark.

Mehrere Maßnahmen haben die Politiker beschlossen. Unter anderem einen Sichtschutzzaun. Er soll die Grundschüler möglichst schnell vor dem Anblick urinierender Männer schützen. Aktuell müssen die Mädchen und Jungen das mit ansehen, wenn die Menschen aus der Stadtpark-Szene, die tagsüber dort Alkohol oder Drogen konsumieren, im Rausch auch die Hemmungen verlieren.

Dieser Zaun, so haben es die Politiker beschlossen, soll allerdings ebenso schnell wieder ersetzt werden: durch eine schnell wachsende Hecke.

Szene soll mitentscheiden, wohin die Bänke versetzt werden

Doch es gehe nicht um Ausgrenzung, unterstreicht Bianca Dausend. Ganz im Gegenteil: Bei einer weiteren Frage sei die Szene deutlich mit eingebunden. Die Sitzbänke sollen ein Stück weggerückt werden von der Grundschule. Wohin genau, das werde der Verein für soziale Integrationshilfen (VSI) mit der Szene besprechen.

Die grundlegende Frage formuliert Dausend so: „Wie kann man die Bänke versetzen, dass sich die Menschen dort noch gut aufhalten können und wollen?“

Überhaupt: Miteinander reden statt übereinander schimpfen - das sei ein zentraler Punkt in der weiteren Arbeit. So wie es ja auch schon seit Jahren betrieben werde.

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Alle Beteiligten sollen auch den anderen Gruppen zuhören

Die Stadtpark-Szene, die Anwohner, die Ladenbesitzer - alle sollen weiter im Gespräch bleiben. Damit jeder allermindestens versucht, den anderen zu verstehen. „Das ist uns von Anfang an ein Anliegen gewesen“, unterstreicht Dausend.

Zudem solle die Betreuung durch den VSI intensiviert werden. Dorthinein solle der Verein im Sommer 2019 seine gesamte Kraft stecken.

Wichtig sei indes auch: nicht nur der Szene zuhören. „Wir wollen uns auch nicht wegducken, sondern bei der Szene das Bewusstsein schaffen, wie sich die anderen Beteiligten fühlen.“

Öffentliche Toilette - auch darüber wurde diskutiert

Das betreffe dann auch wieder die Toilettensituation. Soll es eine öffentliche Toilette geben? Kann man die so einfach installieren, wo der Stadtpark doch nicht im Besitz der Stadt, sondern der Kirchengemeinden ist? Wer könnte eine solche Toilette betreiben? Wie hoch wären die Kosten? All das sind Fragen, auf die es bisher noch keine einstimmige Antwort von Schwertes Politikern gibt.

Doch auch über dieses Thema werde man weiter sprechen, fasste Bianca Dausend die Diskussion aus dem Ausschuss zusammen.

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