Steuersätze sind Spitze - Einnahmen fallen gering aus

Grund- und Gewerbesteuer

SCHWERTE Die Grund- und Gewerbesteuerhebesätze für das Jahr 2008 für alle Kommunen sind veröffentlicht worden. Und Schwerte ist nach wie vor mit seinen Steuersätzen sowohl für Unternehmen, als auch für land- und forstwirtschaftlich und privat genutzte Grundstücke wenig attraktiv.

von Von Bastian Bergmann

, 14.07.2009, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Steuersätze sind Spitze - Einnahmen fallen gering aus

Kämmerer Peter Schubert.

Bei der Grundsteuer B (für sonstige Grundstücke) liegt Schwerte im Umkreis sogar an zweiter Stelle. Der Steuersatz von 480 Prozent wird nur von Lünen mit 499 Prozent überboten. Und auch bei der Gewerbesteuer findet sich das Duo in der selben Reihenfolge an der Spitze ein. Mit 460 Prozent wird in Schwerte das zu versteuernde Einkommen der Unternehmen und Gewerbebetriebe ermittelt (Lünen: 470). Der Spitzenreiter in NRW war Bottrop mit 490 Prozent. Was des einen Freud ist des anderen Leid. Denn der Stadtverwaltung bescheren diese Hebesätze regelmäßig nette Einnahmen. Die Anhebung bei der Grundsteuer B von 450 auf 480 ist gleichbedeutend mit Mehreinnahmen von rund 415 000 Euro. Die Anhebung von 450 auf 460 Prozent bei der Gewerbesteuer sollte laut Kämmerer Peter Schubert rund 350 000 Euro einbringen.

Da aber die Gewerbesteuer eine gewinnabhängige Größe ist und im Zuge der Finanzkrise fast durchweg Umsätze und Gewinne einbrechen, werden die Mehreinnahmen deutlich geringer ausfallen. "Die Anpassung der Steuersätze wurde letztes Jahr vom Rat genehmigt und auf Anraten von Rödl & Partner durchgeführt", erklärt Schubert.

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