Strom- und Gaspreise steigen: Ein warmes Häuschen wird für viele Schwerter 150 Euro teurer

hzStadtwerke Schwerte

Keine guten Nachrichten haben die Stadtwerke Schwerte für ihre Kunden: Für 40 Prozent von ihnen steigen die Gaspreise ab Januar kräftig. Die Erhöhung der Strompreise trifft alle.

Schwerte

, 15.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Spülmaschine laufen lassen - teurer. Am Rechner sitzen - teurer. Licht einschalten - teurer. Die Strompreise der Stadtwerke Schwerte steigen zum Jahresbeginn auf ganzer Front. Und auch viele Kunden, die mit Gas heizen oder kochen, müssen dann tiefer die Tasche greifen. Einer der Hauptgründe: Die Gebühren für CO2-Immissions-Zertifikate, die Vorlieferanten auf die Kosten aufschlagen, haben sich rasant vervielfacht. Und das ist noch nicht die sogenannte CO2-Bepreisung, die die Bundesregierung künftig als zusätzliche Steuer plant.

Die günstigste Kilowattstunde Strom kostet 30,944 Cent

Auch andere Umlagen wie beispielsweise für die Förderung erneuerbarer Energien, die mittlerweile ein ganzes Bündel von Preisaufschlägen ausmachen, sind nach oben geschnellt. Insgesamt seien sie um 0,92 Cent pro Kilowattstunde gestiegen, rechnet Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Grüll vor. Dazu kämen „leichte Einkaufsverschlechterungen“, die ebenfalls an die Kunden weitergegeben werden müssten. Damit kostet ab 1. Januar die Kilowattstunde Strom in der günstigsten Vertragsvariante „Ruhrpower 24 max“ brutto 30,944 Cent - ein Plus von 4,7 Prozent. In der Grundversorgung, die nur für einen geringen Teil der Kunden gilt, wird die Kilowattstunde Strom um 4,3 Prozent teurer und kostet dann brutto 33,24 Cent. „Für den durchschnittlichen Haushalt sind das etwa 2,90 Euro mehr im Monat“, sagt Michael Grüll.

Heizen im Einfamilienhaus kostet im Jahr 150 Euro mehr

Wesentlich stärker zur Kasse gebeten werden die Gaskunden, die sich in den vergangenen drei Jahren durch den Abschluss eines „Ruhrpower 36“-Vertrags stabile Konditionen gesichert hatten. Bei ihnen müssen die Stadtwerke jetzt die Steigerungen nachholen, die „normalen“ Tarifkunden schon 2017, 2018 und 2019 präsentiert worden sind. Der Sprung ist kräftig: Bis zu 8 Prozent mehr müssen die Ruhrpower-36-Bezieher künftig für ihr Erdgas ausgeben. Der Preis für die Kilowattstunde steigt um 0,773 Cent auf brutto 6,773 Cent. Bei einem „guten Haus“ - so Grüll - sind das Zusatzausgaben von rund 150 Euro im Jahr. Betroffen von der Erhöhung sind etwa 40 Prozent aller Gaskunden der Stadtwerke.

Neue Preise bleiben mindestens ein Jahr stabil

Kostentreiber Nummer eins sind beim Gas die CO2-Immissions-Zertifikate, deren Preis in den vergangenen drei Jahren von 5 auf 35 Euro pro Tonne explodiert ist. „Wir gehen davon aus, dass sie weiter steigen“, sagt Grüll. Das schlägt sich dann auf die Einkaufspreise nieder, zu denen die Stadtwerke das Erdgas beziehen.

Der Stadtwerke-Chef hat aber auch noch eine gute Botschaft: Die neuen Preise für Gas und Strom sollen für „mindestens für ein Jahr“ stabil bleiben.

Stadtwerke bieten Beratung an Stadtwerke-Chef Michael Grüll empfiehlt Kunden, sich einen der für sie passenden Sondertarife auszusuchen. Bei den Mitarbeitern im Kundentrum an der Bahnhofstraße 1 in Schwerte kann man sich beraten lassen. „Sie bieten den besten Tarif an“, sagt Grüll. Geöffnet ist das Kundenzentrum montags bis freitags, jeweils von 8 bis 18 Uhr. Telefonisch erreichbar sind die Berater unter Tel. (02304) 203-222.
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