Seit 13 Jahren ist die Halle 4 der Rohrmeisterei die Heimspielstätte des Theaters am Fluss. © Theater am Fluss
Theater am Fluss

Theater am Fluss möchte Halle der Rohrmeisterei kaufen

Die Rohrmeisterei kann ihre Halle 4, die Heimat des Theaters am Fluss, nicht mehr günstig vermieten. Um seine Spielstätte zu retten, will das Theater die Halle nun kaufen. Aber von welchem Geld?

Seit 13 Jahren ist die Halle 4 der Rohrmeisterei die Heimat des Theaters am Fluss in Schwerte. Unter günstigen Mietbedingungen hatte die Rohrmeisterei die Halle den Kulturschaffenden als Spielort zur Verfügung gestellt. Mit Investitionen von Technik bis hin zu Zuschauertribünen hat das Theater am Fluss (TaF) über die Jahre die ehemalige Sporthalle in ein Theater verwandelt.

Rohrmeisterei kann Halle 4 nicht mehr vermieten

Auch wenn das TaF durch zwei unterbrochene Spielzeiten nicht von der Pandemie verschont blieb, konnte man sich durch Rücklagen und kleine Fördersummen über Wasser halten. „Wir bisher trotz allem glimpflich durch die Pandemie gekommen“, erklärt Geschäftsführerin Christine Kluge. „Im Gegensatz dazu traf die Pandemie unsere langjährige Partnerin und Vermieterin der Halle 4, die Bürgerstiftung Rohrmeisterei, erheblich.“

Die finanziellen Auswirkungen der Pandemie führen dazu, dass die Rohrmeisterei die Theaterhalle ab dem Spätsommer 2021 nicht mehr zu den bisherigen Konditionen vermieten kann. Um die Heimspielstätte des Theaters zu erhalten, entschloss sich der Kulturbetrieb nun dazu, die Theaterhalle zu kaufen.

Crowd-Funding als Starthilfe

Der Kauf der Halle 4 stellt das Theater nun jedoch vor neue Herausforderungen. „Von Beginn an war die Halle 4 der Rohrmeisterei unsere künstlerische Heimat. Mit einer Perspektive für die Zukunft und dem Rückenwind vergangener Spielzeiten, wollen wir daher einen weiteren Schritt gehen und als Verein die Theaterhalle erwerben“, erklärt Intendant Lars Blömer.

Für den Kauf ist das Theater nun auf Hilfe in Form von Spenden angewiesen. „Je höher unser Startkapital, desto geringer sind unsere monatlichen Belastungen und desto sicherer ist ein langfristiger Erhalt unseres Beitrags zum kulturellen Leben dieser schönen Stadt“, sagt Lars Blömer.

Ein Corona-gerechter Zuschauerraum sollte Auftritte des Ensembles auch während der Pandemie ermöglichen.
Ein Corona-gerechter Zuschauerraum sollte Auftritte des Ensembles auch während der Pandemie ermöglichen. © Theater am Fluss © Theater am Fluss

Um den Traum vom Kauf der Theaterhalle zu ermöglichen, startet das Theater am Fluss am Dienstag (1.6.) mit einem Crowd-Funding-Projekt. Ziel der Spendenaktion ist eine Summe von 9500 Euro, mit der als symbolischer Akt die Bühne der Spielstätte bezahlt werden soll.

„Obwohl die Kosten im Vorhinein genau kalkuliert wurden, bedeutet der Kauf der Halle 4 auf viele Jahre hin eine erhebliche finanzielle Belastung für unseren Verein. Jeder Euro aus Spendeneinnahmen senkt den Betrag, den wir erwirtschaften müssen, um unsere monatlichen Rückzahlungen sicherzustellen“, erklärt das Theater. Die Finanzierung sei zunächst auf 25 Jahre kalkuliert, sodass die Geld einspielenden Aufführungen für das Amateurtheater auch leistbar sind.

Präsente von Tassen bis Privatkonzerten

Für das Schwerte Crowd-Funding hat sich das Theater kleine Präsente überlegt, die bei jeder Spende optional dazu gebucht werden können. Von Tassen bei kleinen Spenden bis hin zu Gesangsstunden und einem Privatkonzert bei höheren Spendensummen, ist einiges dabei.

Bei den Prämien einer Gesangsstunde, Choreographie-Training für Kinder, eine Kinder-Theater-Stunde und dem Konzert gelte das Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Alternativ zu Prämien können ab einem Betrag von 300 Euro Spendenquittungen ausgestellt werden.

Die Crowd-Funding-Aktion startet am Dienstag um 9.30 Uhr und ist über die Internetseite der Schwerte-Crowd zu erreichen. Kommt das Ziel von 9500 Euro am Ende der Aktion nicht zusammen, erhalten die Spender ihr Geld zurück.

Unabhängig vom Crowd-Funding können Spenden per Überweisung oder Paypal auch direkt an das Theater geschickt werden. Die Kontodaten sowie Informationen zu Spendenquittungen gibt es auf der Internetseite des Theaters.

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Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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