Familie Henrichs hat tierische Nachbarn in ihrem Zeitungsfach. © Henrichs
Frühlingsüberraschung

Überraschend Post für Familie aus Schwerte: Vogelnest im Briefkasten

Bei Familie Henrichs aus Schwerte nisten Rotkehlchen mit ihrem Nachwuchs im Zeitungsfach des Briefkastens. Eine schöne Frühlingsüberraschung – festgehalten mit der Kamera.

Eine Frühlingsüberraschung der besonderen Art hat Familie Henrichs aus Schwerte erlebt: Im Zeitungsfach ihres Briefkastens wohnt seit einigen Wochen nicht mehr die Tageszeitung, sondern Familie Rotkehlchen. Diese hätte sich für die Aufzucht des Nachwuchses ausgerechnet das Zeitungsfach ausgesucht, schreiben sie.

Angefangen habe die Nestplanung der Vogeleltern schon vor sechs Wochen. „Uns fiel unter dem Briefkasten Moos und auch Blattwerk auf. Wir dachten erst, das sei vielleicht ein kleiner Scherz der Nachbarskinder oder dass es ein Eichhörnchen war“, sagt Christian Henrichs.

Dann aber stellte die Familie fest, dass es sich um Vögel handelte, die dort fleißig ein Nest für ihre Nachkommen bauten. Und diese wissen offenbar den Briefkasten der Familie Henrichs zu schätzen. „Das Nest ist ganz hinten in das Zeitungsfach reingeschoben. Wir haben das einmal überprüft, um nachzusehen, ob es sich wirklich um ein Nest handelt und siehe da: Darin lagen drei Eier.“

Was erst für ein Eichhörnchen-Nest gehalten wurde, entpuppte sich als Kinderstube dreier Rotkehlchen-Küken. © Henrichs © Henrichs

Die Familie hat also erst einmal ganz besondere Nachbarn, die sich auch nicht weiter von der Anwesenheit der Menschen stören lassen. „Wenn man zur Tür rausgeht, dann kommt immer ein Vogel herausgeflogen“, sagt Christian Henrichs. „Da erschrickt man so manches Mal, wenn man vergisst, dass die Vögel da sind.“

Und auch mit den Briefträgern und Zeitungsboten haben die Vogeleltern kein Problem: Die Post landet wie gewohnt im Briefkasten, die Zeitung wandert erst einmal an die Tür.

Die Zeitungsboten werden auf die gefiederten Untermieter hingewiesen und platzieren die Zeitung an der Tür. © Henrichs © Henrichs

Mittlerweile seien die Küken bereits geschlüpft und halten ihre Eltern auf Trab – Gewissheit gab der Familie ein Blick mit der Endoskopkamera. „Und wenn man sich bemerkbar macht, gucken da drei hungrige Köpfe raus. Drei Küken warten dort hungrig auf die Wiederkehr ihrer Eltern.“

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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