Verkehrsgesellschaften reagieren verhalten auf neue Maskenpflicht

hzMaskenpflicht im ÖPNV

Seit dieser Woche gilt im ÖPNV eine Maskenpflicht. Wer sich weigert zahlt 150 Euro. Doch wie stehen die Verkehrsgesellschaften zur Forderung des Landes? Bei der VKU reagiert man verhalten.

Schwerte

, 08.08.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit dieser Woche gilt in Bussen und Bahnen Nordrhein-Westfalens eine Maskenpflicht. Wer in Zukunft keinen Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Nahverkehr trägt, muss mit einem Busgeld von 150 Euro rechnen - und das schon beim ersten Verstoß.

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VKU reagiert verhalten auf Bußgelder

Bisher werden Bußgelder nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz Aufforderung weigerten, die Maske aufzusetzen. Die Ermahnung soll wegfallen. Doch wie gehen die ansässigen Verkehrsunternehmen mit den Forderungen von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) um?

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Bei der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU), zu der auch die meisten Buslinien in Schwerte gehören, reagiert man auf die neue Maskenpflicht eher verhalten. „Wir werden niemanden einfach aus dem Bus werfen.“, so Inga Fransson, Ansprechpartnerin für Marketing bei der VKU. „Wir müssen uns auch trotz der Maskenpflicht an unsere Beförderungspflicht halten.“

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Wenn jemand sich nach mehrmaliger Aufforderung durch das Personal immer noch weigere einen Mund-Nasen-Schutz anzuziehen, müsse der zuständige Busfahrer oder Schaffner die zuständige Leitstelle anrufen. Die Leitstelle könne dann Ordnungskräfte zur Unterstützung des Personals und der Aufnahme von Bußgeldern rufen.

DSW21 begrüßt weitere Maßnahmen

Bei der DSW21, die den öffentlichen Nahverkehr in Dortmund betreiben, heißt man weitere Maßnahmen willkommen. Verkehrsvorstand Herbert Jung gibt im Gespräch mit der Redaktion Dortmund aber auch zu Protokoll: „Verstöße gegen die Pflicht mit einem Bußgeld zu sanktionieren, fällt nicht in die Zuständigkeit der DSW21, sondern ist Aufgabe der Ordnungsbehörde.“

Die Unternehmungen der DSW21 in Form von Plakaten, Durchsagen, Aufstellern und Ähnlichem ihre Fahrgäste über die Maskenpflicht zu informieren, führte in der letzten Zeit zu mehr als 1000 Ermahnungen von Fahrgästen pro Woche.

„Wir begrüßen grundsätzlich jede weitere Maßnahme, die zu noch größerer Disziplin bei der Einhaltung der Maskenpflicht im ÖPNV beiträgt“, so Herbert Jung. Momentan stehe man noch im Austausch mit der Stadt Dortmund und der Polizei um zu klären, wie die Ahndung des 150-Euro-Bußgeldes in Zukunft ablaufen soll.

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