Während des Streiks der Ültje-Mitarbeiter standen alle Bänder still

Für 6,5 Prozent mehr Lohn

Statt an den Bändern standen die Mitarbeiter der Firma Ültje am Donnerstagmorgen vor dem Firmengebäude in der Binnerheide. Die Tarifverhandlungen gehen bald in die nächste Runde.

von Maximilian Stascheit

Schwerte

, 06.06.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Während des Streiks der Ültje-Mitarbeiter standen alle Bänder still

Nahezu alle Mitarbeiter der Frühschicht der Firma Ültje beteiligten sich am Donnerstagmorgen an dem zweistündigen Warnstreik. © Gewerkschaft NGG

Nahezu vollständig hat sich die Frühschicht der Firma Ültje am Donnerstagmorgen an dem zweistündigen Warnstreik beteiligt, zu der die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufgerufen hatte (wir berichteten). Wie die NGG in einer Pressemitteilung informiert, hätten während des Streiks alle Bänder des Erdnuss-Snack-Herstellers stillgestanden.

„Die Beschäftigten haben damit ihrer Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn laut und deutlich Nachdruck verliehen“, heißt es in der Mitteilung der Gewerkschaft weiter. Bereits seit Anfang April befindet sich diese in Verhandlungen mit dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie über einen neuen Tarifvertrag für das Land Nordrhein-Westfalen.

Empörung über den Vorschlag der Arbeitgeberseite

Der letzte Vorschlag der Arbeitgeberseite hatte bei den Beschäftigten für Empörung gesorgt – die angebotene Entgelterhöhung von 2,4 Prozent für dieses Jahr und 2,0 Prozent für das Folgejahr würden gerade ausreichen, um die gestiegenen Lebenskosten zu decken, argumentiert die NGG. Sie verweist auf die stabile Entwicklung der Süßigkeitenbranche sowohl im vergangenen Jahr als auch den ersten Monaten in 2019.

Die Angestellten hoffen, mit dem Warnstreik ein starkes Zeichen in Richtung der Arbeitgeber gesetzt zu haben. Bis zur Fortsetzung der Verhandlungen am 12. Juni schließt die NGG weitere Streiks nicht aus.

Lesen Sie jetzt