Warum der Trafo-Schwertransport für eine Sperrung der Roten-Haus-Straße am Samstag sorgte

hzPanne beim Trafo-Transport

Da staunten viele Autofahrer. Auf dem Kreisverkehr an der Roten-Haus-Straße vor Villigst stand Samstag ein 533-Tonnen Koloss von Schwertransport. Die Straße blieb gesperrt. Warum das so war.

Ergste

, 01.09.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich sollte es der Schwertransport von Amprion in der Nacht zu Samstag bis zum Wanderparkplatz in Tiefendorf schaffen. Doch auf der Dortmunder Straße in Iserlohn, noch vor dem Kreisverkehr, blieb der Koloss wegen eines technischen Defekts liegen.

Warum der Trafo-Schwertransport für eine Sperrung der Roten-Haus-Straße am Samstag sorgte

Auf dem Kreisel wurde der Schwertransport dann tagsüber geparkt. © Braun

Keine einfach Situation für das Technikteam, denn Trafo und Fahrzeuge versperrten die komplette Straße. Am Ende schaffte man es zwar den Defekt zu beheben und das Fahrzeug wieder in Gang zu bringen, aber nur bis zum Kreisverkehr an der Roten Haus Straße. Dort blieb der Tross stehen und sorgte damit für eine Sperrung des Knotenpunkts bis zum nächsten Abend.

Warum wurde mitten auf der Strecke gehalten?

Warum man dann nicht einfach weiter bis zum geplanten Halt auf dem Wanderparkplatz gefahren ist? „Wir durften nur bis 6 Uhr mit dem Schwertransport fahren“, erklärte Amprion-Pressesprecher Andreas Preuß am Sonntag auf Anfrage. In Absprache mit der Polizei, die ebenfalls vor Ort war, habe man den Platz für die Tagesrast ausgesucht. Das bedeutet aber auch, dass die Rote Haus Straße vom Kreisel bis nach Iserlohn hinein gesperrt blieb.

Autofahrer, die in der Sackgasse landeten, ärgerten sich. Es habe keine frühzeitigen Umleitungsschilder gegeben.

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So sieht es aus, wenn 533 Tonnen durch den Ort rollen

Abmontierte Straßenschilder und zentimetergenaues Rangieren: Der Schwertransport kam nur mühsam voran. Am Ende landete man trotz der Panne pünktlich in Garenfeld.
01.09.2019
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Transformator Transport in Hennen© Bernd Paulitschke
Transformator Transport in Hennen© Bernd Paulitschke
Transformator Transport in Hennen© Bernd Paulitschke
Transformator Transport in Hennen© Bernd Paulitschke
Transformator Transport in Hennen© Bernd Paulitschke
Transformator Transport in Hennen© Bernd Paulitschke
Transformator Transport in Hennen© Bernd Paulitschke
Transformator Transport in Hennen© Bernd Paulitschke
Transformator Transport in Hennen© Bernd Paulitschke
Transformator Transport in Hennen© Bernd Paulitschke
Transformator Transport in Hennen© Bernd Paulitschke

Sondergenehmigung für Samstagabend.

Wegen der Panne gab es dafür eine Sondergenehmigung für Samstagabend. Statt wie geplant um 22 Uhr, setzte sich der Tross bereits um 20 Uhr wieder in Bewegung in Richtung Umspannwerk in Garenfeld.

„Schwierig wurde es noch einmal gegen 23.30 Uhr, als man den Kreisverkehr in Ergste erreichte. Doch es gelang erwartungsgemäß, den 276 Tonnen schweren Koloss durch die enge Stelle zu lotsen. Um 3 Uhr nachts kam der Tross schließlich am Umspannwerk in Garenfeld an.

Rund sechs Wochen wird es dauern, den 380.000-Volt-Trafo dort einzubauen. Es ist der erste von fünf Transformatoren, die man für die Umrüstung des Umspannwerks im Zuge der Energiewende benötigt. Die anderen Trafos werden dann allerdings immer im Doppelpack geliefert. Wann das sein wird? Die Termine stehen noch nicht fest.

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Gesamtgewicht von 533 Tonnen

Das Transportfahrzeug hatte eine Gesamtlänge von rund 54 Metern und wiegt zusammen mit dem Trafo 533 Tonnen. Ein Team aus 15 Mitarbeitern verschiedener Firmen begleitete den Transport.

Dabei mussten auch Verkehrsschilder vorübergehend abgenommen werden. Der Transport wurde seit über einem Jahr vorbereitet. Die Strecke vom Bahnhof in Hennen, wo der Trafo per Bahn angeliefert wurde bis zum Umspannwerk am Weidenweg in Garenfeld beträgt rund 35 Kilometer.

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