Warum die Baustelle an der Kreuzstraße in Schwerte immer noch nicht fertig ist

hzAnwohner verärgert

Erst riss die SEG die Bürgersteige auf, um Glasfaserkabel zu verlegen. Dann kamen Wasserleitungen hinzu. Als die Straße schon wieder fertig geteert war. Die Baustelle besteht weiterhin.

Schwerte

, 28.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Sie sollte nicht der ganz große Aufriss werden, die Baustelle an der Kreuzstraße, nördlich des Schwerter Bahnhofs. Die Bagger kamen, die Bagger fuhren, und eigentlich wollte Anwohner Karl-Heinz Stark schon vor Monaten wieder vor seiner Haustür parken können.

Doch die Baustelle versperrt immer noch den Weg: „Ich musste mir wieder einen neuen Parkplatz suchen. Es wird Zeit für die Fertigstellung“, findet Stark, und berichtet, dass viele Anwohner mit ihrer Geduld am Ende angelangt seien. Aber warum parken neuerdings wieder Baufahrzeuge statt Autos am Straßenrand?

Die geschlossene Straße musste wieder aufgerissen werden

Nach einer Gehwegerneuerung vor wenigen Monaten und der Verlegung von Glasfaserkabeln für schnelleres Internet waren es dann Wasserleitungen, die den Stadtwerken Anfang Mai Sorgen bereiteten. Der schon wieder geschlossene Asphalt musste erneut aufgerissen werden, weil Leitungen rosteten.

Die Hüttenschlacke im Schwerter Untergrund hätte die Rohre besonders angegriffen, die Lebensdauer von mindestens 100 Jahren sei auf knapp 60 gesunken, hieß es damals von Martin John, Technikleiter bei den Schwerter Stadtwerken. John kündigte auch an, man wolle bis Mitte Juni mit den Arbeiten fertig sein. Doch davon ist nun noch nichts zu sehen.

Baugenehmigung durch die Stadt verlängert

Die Stadt Schwerte teilte auf Anfrage mit, die Baugenehmigung für die Baustelle sei aufgrund von Verzögerungen bis zum 8. Juli verlängert worden. „Das ist ein ganz normaler Prozess, wenn Bauvorhaben nicht rechtzeitig fertig werden. Schließlich können die Arbeiten ja nicht mittendrin abgebrochen werden“, sagt Ingo Rous, Pressesprecher der Stadt.

Doch warum verzögert sich die Schließung der Straße so sehr?

Frist soll nun eingehalten werden

„Es ist ein Wasserschaden aufgetreten“, erklärt Martin John. Der habe die zuvor aufgestellte Prognose noch einmal verschoben. Die von Seiten der Stadt verlängerte Frist zur Fertigstellung werde nun aber definitiv eingehalten. „Ich rechne damit, dass Mitte bis Ende nächster Woche alles fertig ist“, so John.

Es bleibt abzuwarten, ob Karl-Heinz Stark und seine Nachbarn ab dann wieder vor ihrer Haustür parken können oder weiterhin Schubkarren, Rohre und Bagger den Ausblick verstellen. Die spenden gerade immerhin Schatten.

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