Warum die Hörder Straße in Schwerte ab sofort nachts halbseitig gesperrt ist

hzB236-Ausbau

Der Ausbau der B236 in Schwerte lässt auf sich warten. Dennoch wurde eine neue Baustelle eingerichtet. Nachts darf man die Strecke nur noch einspurig befahren. Eine Ampel regelt den Verkehr.

Schwerte

, 04.09.2019, 17:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hörder Straße ist vor und hinter dem Freischütz schon länger eine Buckelpiste. Der Landesbetrieb Straßen.NRW hatte deshalb dort bereits im Juni Tempo 30 angeordnet. Seitdem müssen viele Pendler hier auch in den Zeiten, in denen sich der Verkehr nicht ohnehin staut, gemächlich über die Bundesstraße fahren.

Das soll sich kurzfristig wieder ändern. Denn seit Mittwochabend wird die Fahrbahndecke nun doch großflächig repariert. Das bestätigte Straßen.NRW am Mittwoch auf Anfrage.

Die Stadt kündigte die Sperrung am Mittwochnachmittag an

Und die Stadt Schwerte erklärte am Mittwochnachmittag auf ihrer Facebookseite: „Wegen notwendiger Fahrbahn-Ausbesserungsarbeiten muss die Hörder Straße vor dem Freischütz während der kommenden Nächte teilgesperrt werden. Von Mittwoch, 4. September, bis Dienstag, 10. September, regelt eine Ampel nachts von jeweils von 19.30 Uhr bis 5.30 Uhr den Verkehr.“

Eine Woche lang wird also jeden Abend an der Strecke rechts und links von dem Ausflugslokal die Fahrbahndecke notrepariert. Die Notsanierung der Strecke hatte ein Sprecher von Straßen.NRW bereits Anfang August angekündigt. Bedingung sei, dass sich so eine Maßnahme noch lohne.

Was ist beschädigt?

Die Fahrbahndecke wies schon länger deutliche Spurrillen auf. Die beiden heißen Sommer in Folge sorgten zudem dafür, dass sich der Asphalt an den Seiten bis zu zehn Zentimeter hohen Wellen aufschob. „Verdrückungen“ nennt der Fachmann das. Die Buckel sind für Autofahrer nicht ungefährlich, für Radfahrer sogar lebensgefährlich.

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Was hatte man schon versucht?

Der Landesbetrieb hatte bereits im Juli versucht, die Wellen einfach abzufräsen. Doch das Unterfangen scheiterte, schnell wellte sich die Fahrbahn erneut. Im August hatte man sich dann mit der Stadt und der Deges, die für den Ausbau der B236 zuständig ist, getroffen, um abzuschätzen, ob die Reparatur noch lohne.

Warum die Sanierung noch vor dem Ausbau der Straße?

Nach dem aktuellen Bauzeitenplan der Deges wird ja erst 2020 mit dem Ausbau begonnen und zwar im südlichen Abschnitt an der Autobahnzufahrt. Die Baustelle rückt frühestens 2021 bis zum Freischütz vor. Die westliche Hälfte der Fahrbahn, die besonders betroffen ist, soll sogar als letzter Bauabschnitt angegangen werden. Bis dahin wäre also der Verkehr weiter mit Tempo 30 über die Buckel gefahren.

Dass solange nichts am Asphalt getan, wurde liegt auch daran, dass der Baubeginn für den Ausbau der Straße immer weiter nach hinten verschoben wurde. Ursprünglich sollte bereits im kommenden Jahr die ausgebaute Strecke wieder frei gegeben werden.

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