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Warum die Schwerter Stadtbücherei sonntags nicht öffnen kann

hzBibliotheksstärkungsgesetz

Sonntags in die Bücherei? Die Landesregierung will das ermöglichen. Die Schwerter Stadtbibliothek und ihre Nutzer werden von diesem Vorstoß vorerst nichts haben.

Schwerte

, 16.05.2019 / Lesedauer: 2 min

Ja, sagt Büchereileiterin Anja Stock, sie würde die Stadtbibliothek gern auch sonntags oder abends öffnen. Nein, muss sie allerdings sofort nachschieben, daran sei in Schwerte nicht zu denken, denn dazu fehle der Schwerter Einrichtung die Ausrüstung.

Unter den Bibliothekaren werde schon länger diskutiert, was die NRW-Landesregierung jetzt in ein Gesetz gießen will: die Sonntagsöffnung von Bibliotheken.

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Anja Stock ist davon überzeugt, dass es für dieses Angebot Nachfrage gibt. „Wenn ich sehe, dass Sonntagsspaziergänger sich geschlossene Läden anschauen, bin ich davon überzeugt, dass viele Menschen Büchereien sonntags einen Besuch abstatten würden.“ Bisher dürfe die Bibliothek allerdings nur für besondere Veranstaltungen ihre Pforten an Sonntagen öffnen.

Keine Chance ohne ein Selbstverbuchungssystem

Neun Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf 5,5 Planstellen haben im vorigen Jahr 60.000 Besucher bedient und 240.000 Medien verliehen. Eine volle Besetzung könne man den Nutzern sonntags nicht bieten, erklärt Anja Stock.

„Ohne ein System für Selbstverbuchung brauchen wir über die Sonntagsöffnung gar nicht nachdenken“, sagt sie Stock. Wenn Rückgabe und Ausleihe automatisiert würden, müsse sonntags nur eine Person da sein und ein Sicherheitsdienst. Eine solche Anschaffung sei aber derzeit angesichts der klammen Haushaltslage Zukunftmusik.

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