Was ist zu tun, wenn der Kredit wegen Corona nicht bezahlt werden kann

hzKredittilgungen

Kurzarbeit und geschlossene Geschäfte führen zu finanziellen Problemen. Die Schwerter Volksbank und Sparkasse zeigen Wege, wie man die Corona-Krise finanziell übersteht.

Schwerte

, 19.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In vielen Betrieben gibt es gerade Kurzarbeit. Geschäfte und Restaurants sind ganz geschlossen. Das führt bei vielen Leuten zu finanziellen Sorgen und der Frage, wie sie in den nächsten Monaten ihre Kreditschulden tilgen. Auch bei den Schwerter Banken und ihren Kunden schlägt sich die Coronakrise nieder.

Banken vertrauen auf Hilfspakete und Zusammenarbeit

„Jedes Unternehmen und jeder Privatkunde ist hierbei betroffen.“, so Stefan Knoche, Pressesprecher der Sparkasse Schwerte. Daher versuche man sich mit den betroffenen Kunden auseinanderzusetzen, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Die Unterstützungsmöglichkeiten von Staat und Land seien zudem immer konkreter geworden.

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Auch bei der Volksbank und ihren Kunden hat sich die aktuelle Situation bemerkbar gemacht - auch hier vertraut man auf Hilfspakete und Vereinbarungen mit der Kundschaft. „Sehr negative finanzielle Entwicklung konnten bisher vermieden werden.“, berichtet Carsten Jäger, Pressesprecher der Dortmunder Volksbank.

Erweiterung der staatlichen Regelungen

Bei den meisten der Bankkunden reiche es aus, vorübergehend die Raten auszusetzen, um nicht in eine komplette finanzielle Schieflage zu geraten. „Seit einigen Wochen bekommen wir Anfragen von Privatpersonen und Unternehmer.“, so Jäger. „In den meisten Fällen bewegen sich die von der Vereinbarung betroffenen Tilgungsaussetzungen zwischen drei und sechs Monaten.“

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Auch für die Sparkasse sei der vorübergehende Verzicht auf Tilgungen der einfachste Weg, um die Folgen der Corona-Krise abzuwehren. Der Staat gibt hierbei eine Dauer für Aussetzungen von drei Monaten vor. Sowohl die Sparkasse, als auch die Volksbank haben die Regelung für sich auf sechs Monate erweitert.

In manchen Fällen reicht das allerdings nicht aus, weiß auch Stefan Knoche: „Bei manchen Betrieben fehlt es akut an Liquidität, um das Geschäft aufrecht erhalten zu können. Hier stehen diverse Kreditprogramme zur Verfügung, die in Teilen mit einer staatlichen Verbürgung einhergehen können.“ Man versuche in allen Fällen dem Kunden individuell in seiner Situation zu helfen.

Unbürokratische Prüfung der Situation

Bei der Frage, ob ein Kunde wirklich wegen der Corona-Krise in eine finanzielle Notlage geraten ist, gehen Volksbank und Sparkasse sehr unbürokratisch vor. „Bei gewerblichen und freiberuflichen Kunden liegt es oft auf der Hand, weil zum Beispiel Geschäfte geschlossen sind.“, erklärt Knoche. „Allgemein reicht uns aber eine plausible Begründung aus, um Raten auszusetzen.

Auch bei der Volksbank setzt man dabei auf engen Kontakt und Vertrauen zu den Kunden. „Wir haben die Aussetzungen schon vor den Fälligkeitsterminen mit den Kunden besprochen. Daher hat es an keiner Stelle eine böse Überraschung gegeben.“, so Jäger.

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