Michael Kebekus (v.l.), Jens Ewald, Emilie Prüser und Martin Kolöchter vom Vorstand des Vereins pro Schwerte. © Heiko Mühlbauer
Für Schwerte

Was macht ein Verein, der sich der Heimatverbundenheit widmet?

Engagement für Schwerte, das haben sich viele Vereine auf die Fahne geschrieben. Aber einen Verein, der nur das als Vereinsziel hat? Den gibt es jetzt neu, aber er wurde nicht neu erfunden.

Der Babywald, Gesundheitstage und natürlich allerlei Schwerte-Artikel, vom T-Shirt bis zur Kaffeetasse – über 20 Jahre war ein Verein für das Stadtmarketing in Schwerte zuständig. In ihm hatten sich Vereine aber auch Privatpersonen zusammengeschlossen, um den Namen der Stadt bekannt zu machen.

Es steckte viel Engagement hinter dieser Idee, aber sie hatte eben auch ihre Grenzen. Die Ehrenamtler konnten nicht alles stemmen, und nicht jede Idee blieb ohne Kritik.

2019 gab es plötzlich professionelles Marketing

2019 wurde dann bei der Wirtschaftsförderung der Stadt ein professionelles Stadtmarketing angesiedelt. Seitdem gibt es einen Verein Stadtmarketing Schwerte und das offizielle Stadtmarketing Schwerte. Das sei keine günstige Situation, fanden beide Seiten.

Zumal die Profis auch Aufgaben übernommen hatten, die ehemals die Ehrenamtler gestemmt hatten. Ende vergangenen Jahres änderte der Verein deshalb seinen Namen in „Für Schwerte“ um. Und man verlegte sich hauptsächlich auf Projekte, die Schwerte und die Heimatverbundenheit stärken können.

In einem ersten Projekt hat der Verein die Aktion der Eisenbahnfreunde unterstützt, aus einem Pfeiler der Bahnsteigüberdachung, der noch Einschusslöcher aus dem Krieg hatte, ein Mahnmal auf dem Bahnhofsvorplatz zu machen. Der Pfeiler wurde Anfang diesen Monats aufgestellt und feierlich übergeben.

Babywald gehört zu Aktivitäten

Die Aktion könnte eine Blaupause für die Arbeit des Vereins sein. Denn Für Schwerte will Vereine und Initiativen unterstützen, die etwas für Schwerte tun. Dazu gehört auch der Babywald, der mittlerweile von pro Schwerte organisiert wird und nun auch Generationenwald heißt. In der Nähe des Friedhofs in Villigst liegt die Fläche, die Stück um Stück zu einem Wald wird.

Konnte man beim Vorgänger dieser Aktion, dem Babywald in Villigst, nur für seinen Nachwuchs ein Bäumchen pflanzen, darf man jetzt auch für Freunde, zum Jubiläum oder für Verstorbene einen Baum pflanzen. Koordiniert wird die Aktion von Emilie Prüser.

Und auch der Weihnachtsmarkt Bürger für Bürger hat sich dem Verein angeschlossen. Die Kooperation sei nötig gewesen, weil das Organisationsteam stark ausgedünnt sei, erläutert Michael Kebekus, der die Fäden bei der Organisation des traditionellen Schwerter Weihnachtsmarkts in der Hand hält.

Nicht nur Personen sind Mitglieder des Vereins

44 Mitglieder hat der Verein Für Schwerte, einige davon sind aber andere Vereine oder Initiativen, wie der Unternehmerverein US2. Demzufolge sind auch die Mitgliedsbeiträge gestaffelt. Als Privatperson zahlt man 30 Euro im Monat, die dann am Ende wieder einem Projekt für Schwerte zu Gute kommen.

Neue Ideen sind immer willkommen. „Wir sind offen für neue Projekte“, sagt der 2. Vorsitzende Martin Kolöchter, für alles, was Heimatverbundenheit ausdrücke, dort wo Schwerte gefördert wird. Ach ja, die Schwerter Kaffeetasse, das T-Shirt und die übrigen Devotionalien aus der Ruhrstadt hat Für Schwerte weiter im Angebot.

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Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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