Weitere Anwohner melden Rattensichtungen - mehr Straßen betroffen

hzRatten in Holzen

Das Rattenproblem in Holzen scheint immer größere Kreise zu ziehen. Nachdem erst nur drei Straßen betroffen waren, haben weitere Anwohner in anderen Straßen ebenfalls Ratten gesichtet.

Holzen

, 26.06.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bereits vergangene Woche war ein Rattenproblem in Holzen ausgemacht worden. Betroffen sind laut Anwohnern die Straßen Roonstraße, Rosenweg und Zum großen Feld.

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Nach und nach haben sich bei Uwe Görke-Gott, SPD Ratskandidat in Holzen, weitere Anwohner gemeldet. Eine Frau schrieb ihm per Messenger: „Wir wohnen am Weidenbusch. Eine ordentliche und gepflegte Straße. In letzter Zeit habe ich in meinem Garten immer mal wieder was ‚huschen‘ sehen.“

Ratten am helllichten Tag

Zuletzt sei dies sogar am helllichten Tag auf ihrer Terrasse der Fall gewesen. Nun habe sie Köderböxen und Schnappfallen aufgestellt. Zwei Ratten seien so schon erwischt worden. Mit ihrer Aussage wolle sie darauf aufmerksam machen, dass das Problem sich offensichtlich nicht mehr nur auf die bisher genannten Straßen beschränke.

Weitere Sichtungen von Ratten in Holzen.

Weitere Sichtungen von Ratten in Holzen. © privat

Ein weiterer Anwohner hat Uwe Görke-Gott ein Foto geschickt. Darauf ist ein äußerst wohlgenährtes Exemplar der Nagetiere zu sehen. Er schreibt, dass diese Ratte auf der Terrasse seiner Freundin sitzt und sagt: „(...) das nette Tier sieht eher aus wie eine Wanderratte.“ Dahinter folgen in der Konversation einige grünliche Smileys. Das Foto von der dicklichen Ratte ist in der Straße Am Holderbusch aufgenommen worden.

Wanderrate? Noch nie gehört? Das sind die, die man meistens draußen antrifft. Sie unterscheidet sich von der Allgemeinen Hausratte. Eine Hausratte lebt, wie der Name verrät, meist im Haus. Wanderratten hingegen leben draußen und zwar in Rudeln mit bis zu 100 Tieren. Ja, richtig gehört. Da kommt automatisch der Gedanke „Wo eine ist...“.

Aber wie erkennt man eine Wanderratte? Die Hausratte ist mit rund 20 Zentimetern kleiner als eine Wanderratte. Die kann sogar bis zu 40 Zentimeter groß werden, auch wenn der Schwanz etwas kürzer als bei der Hausratte ist. Logisch, dass Wanderratten dann auch schwerer sind, nämlich bis zu einem halben Kilogramm statt nur 150 bis 200 Kilogramm wie die Hausratte.

Aber auch die Gesichter unterscheiden sich. Spitze Nase, lange Ohren und ein schlanker Körper, so sehen Hausratten aus. Wanderratten hingegen haben eine stumpfe Nase, kleine Ohren und keinen schlanken sondern einen kompakten Körperbau. Auch farblich unterscheiden sie sich. Grau-schwarz bis braun-grau sind Hausratten. Wanderrraten sind nur braun-grau.

Dürfen Ratten überhaupt getötet werden?

Aber darf man Ratten eigentlich einfach so töten? Die Antwort ist ja. Zwar darf man Wirbeltiere in Deutschland laut Tierschutzgesetz nicht einfach umbringen, aber bei Gefährdung der Gesundheit wiegt die Sache anders. „Nach § 1 Satz 2 Tierschutzgesetzes (TierSchG) darf niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Als vernünftiger Grund zum Töten von Ratten gilt allerdings die Schädlings- und Tierseuchenbekämpfung.

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